Vereinsleben



Inhalt
Aus dem Vereinsleben 2017
Aus dem Vereinsleben 2016
Aus dem Vereinsleben 2015
Aus dem Vereinsleben 2014
Aus dem Vereinsleben 2013
Aus dem Vereinsleben 2012
Aus dem Vereinsleben 2011
Aus dem Vereinsleben 2010
Aus dem Vereinsleben 2009
Aus dem Vereinsleben 2008
Aus dem Vereinsleben 2007
Aus dem Vereinsleben 2006
Aus dem Vereinsleben 2005
Mitglieder

 


Neben den Kursen und Wettbewerben kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Einmal jährlich machen wir einen Vereinsausflug (manchmal mit Fahrrädern) und treffen uns zu einem gemütlichen Jahresabschluss.
Aus dem Vereinsleben 2017
Ausflug in die Hansestadt Korbach
Unser Sommerausflug, an dem 13 Personen teilgenommen haben, führte uns diesmal in die mittelalterliche Hansestadt Korbach. Schon der Name Hansestadt war für die meisten überraschend. Nach einer eineinhalbstündigen Bahnfahrt erreichten wir unseren Zielort bei sehr schönem Wetter. Wir gingen durch die Fußgängerzone, die im Moment für den Hessentag hergerichtet wird, und erstaunlich breit und majestätisch wirkte. In der Nähe des Rathauses, dem Treffpunkt mit dem Stadtführer, machten wir zunächst Rast. Wir gönnten uns ein kleines Mittagessen bevor wir den Stadtführer Herrn Osterhold trafen. Er erzählte uns Sachen, die uns alle ins Staunen versetzten, so z. B., dass in der Umgegend nach Gold gegraben wurde und dass noch eine beträchtliche Menge in dem Berg lagert. Wir bestaunten alte Häuser, die meisten neu hergerichtet, die Kilianskirche und Teile der alten Stadtmauer und vieles mehr. Danach erreichten wir dann das für uns vorbestellte Café in der Altstadt. Es gab wundervollen Kuchen, Kaffee, Kakao und Tee. Nach einer angeregten Kaffeepause ging es dann Richtung Bahnhof und mit dem Zug am Edersee vorbei, nach Marburg. Ein wunderschöner Tag ging zu Ende.

Susanne Stutz

Jahreshauptversammlung 2017
16 Personen kamen zur Jahreshauptversammlung am 31. März ins Restaurant Carle in Cappel. Nach kurzer Begrüßung durch die Vorsitzende gedachten wir mit einer Schweigeminute unserer Verstorbenen des Jahres 2016. Wir mussten uns von Astrid Stoll, die dem Verein über 30 Jahre angehörte, und Magdalene Hormel verabschieden.

Für seine 61-jährige Treue zum Verein zeichneten wir Herrn Hans-Konrad Brand mit dem Ehrenbrief und goldener Nadel des Deutschen Stenografenbundes aus. Bunte Blumensträuße erhielten Anita Haustein, Karin Lehmann und Susanne Stutz für über 40 Jahre Mitgliedschaft. Schade, dass die eine oder andere Ehrung für jahrzehntelange Vereinstreue aus unterschiedlichen Gründen diesmal nicht ausgesprochen werden konnte, also verschoben wurde.

Im Tätigkeitsbericht erwähnte Lydia Fülling u. a. zwei Highlights im Vereinsleben 2016. Zum einen schaffte es die Steno-Mannschaft beim Hessentag wiederum, schon zum dritten Male, als Vizemeister aufs Treppchen. Zum anderen organisierten Claudia Lingelbach und Deanny Beyer ein Stenografie-Fortbildungsseminar mit dem Parlamentsstenografen a.D. Hans Treschwig. Aus Norden, Süden, Westen und Osten Deutschlands kamen über 30 Interessierte, um bei der Steno-Koryphäe aus Bad Godesberg zu lernen.

Nach den Tätigkeitsberichten folgte beim TOP "Neuwahl" fast nichts Neues. Das gesamte Team des Vorstands stellte sich für weitere 2 Jahre für die Vorstandsarbeit zur Verfügung. Bei den jährlich wechselnden Kassenprüfern im Turnus von 2 Jahren wurde Elke Hegner für ein weiteres Jahr bestätigt und Dagmar Damm für 2 Jahre gewählt.

Eine Reihe von Terminen, die im laufenden Jahr 2017 anstehen, wurden besprochen, insbesondere die Deutschen Seniorenmeisterschaften zum Ende des Jahres und der Sommerausflug am 20. Mai nach Korbach.

Am Ende blieb noch etwas Zeit zum gemütlichen Speisen und Plaudern.

Lydia Fülling

Neujahrsbruch am 15. Januar 2017
In fröhlicher Runde begrüßten die Vereinsmitglieder das neue Jahr im Café am Markt bei einem abwechslungsreichen Brunch.
Aus dem Vereinsleben 2016
Stenografie-Fortbildungseminar mit Hans Treschwig (25.-27.11.2016)

Über 30 interessierte Stenografen aus ganz Deutschland kamen am ersten Adventswochenende nach Marburg zum Fortbildungsseminar. Basis sollten etwa 140 Silben sein, um dann von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag eine deutliche Steigerung der individuellen Geschwindigkeit zu erreichen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Lydia Fülling, Vorsitzende des Marburger Stenografenvereins, übernahm
Herr Treschwig die fachliche Leitung des Seminars. Wie man weiß, ist er Experte sowohl auf dem Gebiet der Stenografie als auch der Sprachwissenschaft. So gestaltete er mit anspruchsvollen Texten aus der Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik den Unterricht nicht nur intellektuell, sondern durch verschiedene Übungsformen sehr anregend. Hochkonzentriert bei bester Stimmung und regem Interesse hatten alle die Möglichkeit, "sich Rosinen herauszupicken", um sicherer und schneller Texte zu schreiben und zu lesen.

Nach intensiver Arbeit wartete am Freitagabend ein Stadtgang durch das phantastisch illuminierte Marburg, und am Samstagabend gab's Entspannung in der Weinstube am Markt.

Zufrieden verabschiedete man sich am Sonntagmittag, bevor es zurück ging nach Potsdam, München, Dortmund, Stuttgart, Gießen, Wiesbaden, Bochum, Berlin - um nur einige Orte zu nennen.

Wir sind sehr froh darüber, dass der Stenografenverein für diese Veranstaltung die Räume der Marburger Volkshochschule nutzen durfte.

Claudia Lingelbach und Deanny Beyer vom Marburger Stenografenverein gebührt ein großes Dankeschön für ihr Engagement, dieses letztendlich sehr gelungene Seminar zu organisieren.

Vor allem danken wir Herrn Treschwig für seinen anregenden Unterricht mit viel Freude an der Stenografie.

Lydia Fülling

Sommerausflug 2016 zum Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe (25.06.2016)
War das Schauerwetter ein Hindernis für den Sommerausflug des Vereins?

Nur Dagmar, Deanny mit Mariella, Renate, Sandra und Lydia trafen sich am 25. Juni pünktlich um 10 Uhr in der Eingangshalle des Marburger Hauptbahnhofs. Mit dem Regionalexpress ging die Reise nach Kassel-Wilhelmshöhe. Dort angekommen, wartete schon unsere Kasseler Schriftfreundin Almuth, die sehr gewissenhaft bei der Vorbereitung der kleinen Exkursion mitgewirkt hatte.

Als Mini-Gruppe ging's dann los durch den herrlichen Bergpark, der seit 2013 zum UNESCO-Welterbe gehört, ja "als herausragendes und einzigartiges Beispiel europäischer Bau- und Gartenkunst des europäischen Absolutismus" gilt.

Nach einer kleinen Pause beim Musikpavillon wurde frisch gestärkt weiter bergauf gewandert. Wir wählten den Weg der Wasserkünste vorbei am Fontänenteich, dem Apollo-Tempel, dem Aquädukt und der Teufelsbrücke bis zum Fuße der Kaskaden. Von dort bevorzugten einige von uns die stufenfreie Umgehung der Kaskadentreppen.

Ein herrlicher Rundblick von den Terrassen vor dem Oktogon mit der acht Meter hohen Herkules-Figur war der Lohn des Aufstiegs bis auf 530 m Höhe. Doch dunkle Wolken und heftiger Wind ließen eine Regendusche ahnen, die auch prompt folgte.

Vor gemütlichem Kaffeeklatsch kletterten Mariella und Lydia so etwa 300 Stufen durch das 40 m hohe Oktogon und die folgende Pyramide bis zu den Füßen der Herkulesfigur aus Kupfer.

Pünktlich um 15:39 Uhr fuhr uns der Bus Nr. 22 durchs Druseltal und von dort die Tram zum Bahnhof Wilhelmshöhe. Die letzten Minuten vor der Zugabfahrt reichten noch für ein Eis "auf dem Tütchen". Mit einem herzlichen Dank für die gute Betreuung verabschiedeten wir uns von Almuth.

Schade, dass wir so Wenige waren, obwohl in der Jahreshauptversammlung im Großen und Ganzen eher ein positives Echo zu diesem Ausflugsziel zu bemerken war.

Noch etwas: Wer eine gute Idee zum nächsten Sommerausflug hat, möge sich bitte beim Vorstand des Vereins melden.



Lydia

Jahreshauptversammlung 2016
Drei Parlamentsstenografinnen, die im Landtag Wiesbaden und Stuttgart arbeiten, gehören zum 66 Mitglieder umfassenden Marburger Stenografenverein. "Über diese Entwicklung sind wir sehr froh", so die Vorsitzende Lydia Fülling bei der wiederum gut besuchten Jahreshauptversammlung Ende April.

Neuwahlen standen diesmal nicht auf der Tagesordnung, jedoch konnten einige Vereinsmitglieder für jahrzehntelange Treue ausgezeichnet werden. Annemarie Brand aus Lohra und Elfriede Kunzen, die extra aus München angereist war, erhielten den Ehrenbrief des Deutschen Stenografenbundes mit goldener Nadel für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft. Ganz besonders zu erwähnen ist die 65-jährige Vereinsmitgliedschaft von Hans-Joachim Sander aus Cölbe, dem die entsprechende Ehrenurkunde des Deutschen Stenografenbundes übergeben werden konnte. Die Ehrung für 60 Jahre Vereinstreue an Hans-Konrad Brand, Cölbe, wird zu gegebener Zeit nachgeholt.

Neben Regularien - Jahres- und Kassenbericht - wurden Termine für Wettbewerbe und Seminare besprochen. Der Sommerausflug des Vereins ist für den 25. Juni terminiert.

Nach dem offiziellen Teil las Ursula Engel von der Schreibwerkstatt eine ihrer Schulgeschichten.

L. Fülling

Neujahrsbruch am 10. Januar 2016
Sonntags-Brunch zu Beginn eines neues Jahres statt Adventsfeier im alten Jahr? Seit vier Jahren hat sich das bewährt und könnte zur Tradition werden.

Sonntag, 10. Januar 2016, Schmuddelwetter, Nebel, Regen. Zielort: das Café am Markt in der Oberstadt. Angegebene Zeit zum Beginn: 10:30 Uhr. Es ist soweit. Etwa die Hälfte der angemeldeten Stenografen, allein oder mit Anhang, ist eingetroffen. Aber das besagt gar nichts in einer Studentenstadt wie Marburg, gewohnheitsgemäß hält man sich an die "akademische Viertelstunde". Und so war es dann auch, langsam füllten sich die Plätze an den reservierten Tischen. Nachdem die Vorsitzende Lydia Fülling sich mit dem Weihnachtsglöckchen Gehör verschafft, alle begrüßt und Wünsche für das neue Jahr ausgesprochen hatte, begann die Schlacht am reichhaltigen Brunch-Buffet. Für jeden Geschmack waren Köstlichkeiten dabei, es wurde reichlich zugelangt.

An und für sich wird zu Jahresbeginn auf das vorliegende Jahr mit einem Schluck Sekt angestoßen. Leider musste wegen fehlender Sektgläser dieser Punkt erst einmal verschoben werden. Aber das passte prima, denn es gab einen bestimmten Anlass. Almuth Giesen konnte am Tag vorher ihren 75. Geburtstag feiern. Sie gehört zu den Stenografen, die bei allen Veranstaltungen dabei sind, obwohl sie in Kassel wohnt und jedes Mal eine ziemlich lange Anreise hat. Sie ist quasi die "gute Seele" des Vereins, dem sie seit 1955 angehört, also mehr als 60 Jahre. Da durften neben den Glückwünschen durch Lydia Fülling und allen Anwesenden ein kleines Geschenk und ein Blumenstrauß einfach nicht fehlen.

Ein weiteres Dankeschön mit einer Ehrung ging an Edith Falkenhagen. In ihrer aktiven Zeit im Verein gehörte sie zu den Spitzenschreiberinnen. Viele Marburger kennen sie aus ihrer beruflichen Tätigkeit, sie war jahrelang die "rechte Hand" des inzwischen verstorbenen Oberbürgermeisters Dr. Hanno Drechsler. Für ihre 50 Jahre lange Vereinstreue zeichnete Lydia Fülling sie mit dem "Ehrenbrief des Deutschen Stenografenbundes mit Goldener Nadel" aus.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Als sich nach fast drei Stunden die Gesellschaft auflöste, hatte sich das Wetter total verändert - es war blauer Himmel und Sonnenschein!

Rosemarie Berghöfer

 

Aus dem Vereinsleben 2015
Sommerausflug am 4. Juli 2015 ins Salzbödetal
Nachdem wir zu dritt vorgewandert waren, beim Café SCHÖNEMÜHLE im Salzbödetal 15 Plätze reserviert hatten und die entsprechenden Zugverbindungen wussten, konnten die Einladungen zum Sommerevent versandt werden.

Trotz Poststreiks gingen fristgemäß 14 Anmeldungen ein. Für den Weg zum Salzbödetal konnte zwischen einer Wanderung ab Fronhausen oder einer Radtour ab Marburg gewählt werden.

Als es sich abzeichnete, dass dieser Samstag, 4. Juli, der heißeste Tag des Jahres werden würde, entschlossen sich ca. zwei Drittel der Angemeldeten, auf den Ausflug zu verzichten. Schade, aber verständlich!

Übrig blieben 5 Wandersleut, dazu Claudia und Sandra, die eine Radtour bevorzugten. Almuth aus Kassel, Jürgen und Ilona, Jürgen und Lydia starteten trotz beinahe 40 Grad Hitze per pedes vom Bahnhof Fronhausen aus durch Feld und Wald bis zunächst zur Schmelzmühle zur kleinen Erfrischung und dann weiter zur SCHÖNEMÜHLE. Dort gab es glücklicherweise Platz im Schatten, sodass einer leckeren Torte oder Eis und Kaffee nichts mehr im Wege stand.

Der Rückweg begann bergauf, zum Teil durch freies Feld bis angenehme Wege durch schattigen Wald folgten. Mit Müh und Not konnte der Zug in Fronhausen erreicht werden, der Almuth nach Kassel brachte. Die vier anderen Wanderer konnten mit den am Bahnhof Fronhausen geparkten Autos zurückfahren und auch die Radlerinnen sind wieder gut in Marburg gelandet.

So ist es eben! Man kann alles gut bis sehr gut vorbereiten, jedoch lässt sich Wetter einige Wochen vorher nicht planen und der Streik bei der Post schon gar nicht.

Lydia Fülling

Jahreshauptversammlung am 24.04.2015
19 Vereinsmitglieder nahmen an unserer Jahreshauptversammlung am 24. April 2015 teil. Weil - schon zur lieb gewordenen Gewohnheit - war wieder das Restaurant Carle in Cappel der Veranstaltungsort.

Nach kurzer Begrüßung von Lydia gedachten wir mit einer Schweigeminute unserer Verstorbenen des letzten Jahres. Verabschieden mussten wir uns von einem unserer Jüngsten, Jan Lüdecke, der nur 25 Jahre alt wurde und von Frau Ingeburg Wagner, die schon über 60 Jahre dem Verein angehörte.

Gern ehren wir anlässlich unserer Versammlung langjährige Mitglieder und bedanken uns für ihre Treue zum Verein. So konnten wir für 10-jährige Mitgliedschaft Sandra Konieczny und Rebecca Weber mit dem Ehrenzeichen mit Silberkranz des Deutschen Stenografenbundes samt Urkunde auszeichnen. Renate Cserepes dankten wir mit dem Ehrenzeichen mit Goldkranz und Urkunde für 25-jährige Vereinstreue.

Nach den Tätigkeitsberichten des Vorstands folgte der TOP "Wahl". Der gesamte Vorstand (Lydia, Claudia, Rosemarie, Karin, Daniela, Ilona, Sandra, Anita und Deanny) erklärte sich bereit, erneut für die nächsten zwei Jahre zu kandidieren. Gern stimmte die Versammlung zu. Als Kassenprüfer werden Dagmar Damm und Manfred Herzog fungieren.

Nach den Regularien blieb noch Zeit, in gemütlicher Runde zu speisen und zu plaudern.

Danke, dass Ihr gekommen seid.

Lydia Fülling

Neujahrsempfang 2015
Sonntagvormittag im Januar. Ich gehe durch leere Straßen in Marburgs Altstadt, habe aber ein Ziel, so auch diejenigen, die ich nacheinander auf meinem Weg treffe, nämlich der Neujahrsempfang des Marburger Stenografenvereins.

Zum Brunch in der Gartenlaube war eingeladen worden. Die Speisekarte wies auf Deftiges hin. Dazu passte die rustikale Einrichtung der Gaststube.

So nach und nach trudelten die 29 angemeldeten Personen ein: Vereinsmitglieder mit oder ohne Partner sowie zwei Kinder. Die treuen Seelen Almuth aus Kassel und Stephan aus Bad Camberg scheuten nicht die jeweils
100 km weite Anreise mit Zug bzw. Auto. Nicht ganz so weit hatten es Iris und Rolf aus Fernwald bei Gießen, Bettina und ihr Ehemann Lutz aus Wallau. Dani aus Brühl bei Köln konnte ihre Anwesenheit mit einem Besuch bei ihrem Vater verbinden, jedoch mit Sack und Pack, um später direkt mit dem Zug zurückzufahren.

Herzliche Begrüßungsworte der Vorsitzenden verbunden mit allen guten Wünschen für 2015 läuteten den Brunch ein. Sowohl die auf dem Tisch eingedeckten Jausenplatten mit Speck, Schinken und Käse, dazu Holzofenbrot und Laugenbrezel als auch der folgende Hauptgang mit Klößen und Leberkäse luden zum gemütlichen Schmausen ein.

So verflog die Zeit mit netten Gesprächen in geselliger Runde.

Wer nach all dem guten Essen noch etwas Zeit hatte, war zu einem Besuch im Mineralogischen Museum eingeladen. Auf drei Etagen im ehemaligen Kornspeicher des Deutschordens hinter der Elisabethkirche sind Exponate aus der ganzen Welt zu bestaunen. Herr Dr. Peter Masberg, der Leiter dieser Institution, erklärte mit umfassendem Wissen, wo und wie man auf der Erde Mineralien bzw. Edelsteine findet.

Dr. Masberg zeigte auch den vor mehr als 4 Milliarden Jahren entstandenen Meteoriten, der am 3. April 1916 in der Nähe von Treysa niederging. Obwohl Alfred Wegener den Aufschlag dieser Feuerkugel ziemlich exakt berechnet hatte, wurde man erst im Herbst 1916 fündig. Dieser Meteorit sei heute das wertvollste Exponat der Ausstellung.

Und noch etwas Besonderes, wie ich finde, kann man im Museum anschauen, nämlich die Nachbildung einer Gemme mit Athene, deren Original heute in der Bibliothèque nationale in Paris aufbewahrt wird. Zufällig "fand" man diesen Schmuckstein aus dem goldenen Schrein der Heiligen Elisabeth, der zur Zeit der französischen Herrschaft (Jérôme) in Frankreich "landete".

So bestaunten wir die Ausstellungsstücke mit Interesse, und wem die umfassenden Erläuterungen von Herrn Masberg zu wissenschaftlich waren, konnte sich doch an den wunderbaren Farben und Formen der Edelsteine erfreuen.

Umfassend gesättigt sowohl körperlich als auch geistig ging ich am Ende dieses Wintertreffens nach Hause, auch mit dem Gedanken, dass wir an einem Termin zu Beginn des Jahres anstelle eines vorweihnachtlichen Treffens festhalten sollten. Schauen wir mal, was uns im nächsten Jahr zum Neujahrstreffen einfällt.

Bericht von Lydia Fülling

Aus dem Vereinsleben 2014
Tour durchs Schächerbachtal am 27. Juli 2014
Ins sagenhafte Schächerbachtal führte der Sommerausflug des Stenografenvereins. 15 gut ausgerüstete Wanderer und zwei Kinder folgten der Einladung.

Los ging's am Wanderportal beim Stadthallen-Parkplatz in Homberg. Zunächst führte der Weg in Richtung Pletschmühle mit schön renoviertem Altbau aus 1567, wo der Schächerbach über das Mühlrad plätschert. Durch kühlen Wald, vorbei an Wiesen und Feldern, wo die Sonne es beinahe zu gut meinte, führte der Weg bergauf, bergab, über Stufen und Steine im Bachbett, vorbei am Dorotheabrunnen, dem Jungfernloch, Zoberwiesenteich und dem Goldborn mit erstklassigem Quellwasser. Man erzählt von gruseligen Begebenheiten am Jungfernloch und dem Zoberwiesenteich.

Mut war gefragt beim Überqueren des Schächerbaches auf Trittsteinen. Nicht nur eine Naturkneippstelle im Bach gab es, sondern auch eine Ruheliege aus Holz lud die müden Wanderer zum Verschnaufen ein.

Die Kinder waren besonders fit, liefen die Wege zum Teil doppelt und dreifach, um Grashüpfer zu fangen und Schmetterlinge zu beobachten.

Nach ca. drei Stunden Wanderung bei sommerlichen Temperaturen erreichten wir mehr oder weniger erschöpft, verschwitzt sowieso, die Hainmühle. Eine erfrischende Brause, kühles Radler oder Bier mussten sein, bevor der Hunger mit reichlichen Portionen gestillt wurde.

Nach dieser geruhsamen Stärkung musste noch das steile Badpfädchen gemeistert werden, einem früher genutzten Pfad von der Altstadt zur Bademöglichkeit in der Ohm. Ein unfreiwilliges "Bad" in der Ohm wird einer unserer Mitwanderer wohl nicht so schnell vergessen. Glücklicherweise ist außer patschnassen Klamotten und ein paar Kratzern am Arm nichts passiert, sogar das Handy hat diesen Tauch "überlebt".

So erwanderten wir mit der Schächerbachtour einen Premiumwanderweg, der im Jahre 2013 eine Spitzen-
bewertung erhalten hat, ein wirklich lohnendes Erlebnis.

50 Jahre im Marburger Stenografenverein (28.03.2014)
Ehrungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung, die der Marburger Stenografenverein im Hotel-Restaurant Carle anberaumt hatte.

Die Vorsitzende Lydia Fülling konnte Frau Irmgard George geb. Gaßmann für 50 Jahre Treue im Verein den Ehrenbrief mit goldener Nadel des Deutschen Stenografenbundes überreichen.

Mit der gleichen Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Frau Rosel Schweiger ausgezeichnet. Bei dieser Gelegenheit erinnerte die Vorsitzende daran, dass Frau Schweiger in früheren Jahren zu den Besten gehörte, dass sie weit über 400 Anschläge auf der Schreibmaschine (PC gab es noch nicht) und bis zu 220 Silben in Kurzschrift erreichte.

Des Weiteren wurde Frau Heike Naumann für 25-jährige Vereinszugehörigkeit mit einer Urkunde des Deutschen Stenografenbundes geehrt.

Rückblickend erwähnte die Vorsitzende in ihrem Jahresbericht das zum Teil hervorragende Abschneiden einzelner Vereinsmitglieder bei Wettbewerben auf Bezirks-, Landes und Bundesebene. Die Nachfrage nach Unterricht im Tastaturschreiben sei leider rückläufig gewesen und möglicherweise auf die konkurrierenden Angebote der Volkshochschule zurückzuführen. Unterricht in Stenografie gebe es nach wie vor für eine Minigruppe. Auch die insbesondere für Senioren angebotene Schnupperstunde sei gut angenommen worden.

Die Vorsitzende wies noch darauf hin, dass auch in 2014 wieder Termine für Wettbewerbe und Fortbildungsseminare auf dem Programm stehen. Damit die Geselligkeit nicht zu kurz kommt, ist auch ein Sommerausflug vorgesehen.

Sommerausflug
Wir laden herzlich ein zu einer Wandertour durch das sagenhafte Schächerbachtal bei Homberg/Ohm am 27. Juli 2014. Wir bitten um eine vorherige Anmeldung bei der Vereinsvorsitzenden.
Umzug der Webseite (Januar 2014)
Die Webseite des Marburger Stenografenvereins ist im Januar umgezogen und nun unter einer neuen URL zu erreichen. Wir bedanken uns sehr herzlich beim Hessischen Stenografenverband, insbesondere bei Herrn Stephan Senzig, für die bisherige Bereitstellung des Webspaces!
Aus dem Vereinsleben 2013
Marburger Stenografenverein wählt neuen Vorstand (19.04.2013)

In der im April stattgefundenen Jahreshauptversammlung des Marburger Stenografenvereins berichtete die Vorsitzende Lydia Fülling über das in 2012 gefeierte 125-jährige Vereinsjubiläum, dazu die vom Marburger Verein durchgeführten Wettbewerbe, wie Bezirkstag Mittelhessen und die Seniorenmeisterschaften des Deutschen Stenografenbundes.

Neben den üblichen Regularien gab es Ehrungen für langjährige Vereinsmitglieder. So wurde Herrn Walter Acker, der schon 60 Jahre dem Verein die Treue hält, der Ehrenbrief mit goldener Nadel des Deutschen Stenografenbundes verliehen. Elke Hegner konnte für 25-jährige Vereinszugehörigkeit mit Urkunde und Nadel ausgezeichnet werden.

Zur 1. Vorsitzenden wurde Lydia Fülling wiedergewählt. Das Amt der 2. Vorsitzenden übernahm Claudia Lingelbach, als Kassiererin wird weiterhin Rosemarie Berghöfer zur Verfügung stehen. Zur Schriftführerin wählte die Versammlung Karin Lehmann, und Daniela Willstumpf blieb Jugendvertreterin.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden Aktivitäten, wie Wettbewerbe und Sommerausflug für das laufende Jahr besprochen.

Nach dem offiziellen Teil zeigte Deanny Beyer noch einmal die Bildershow, die sie zum 125-jährigen Vereinsjubiläum vorbereitet hatte.

Vorstand des Marburger Stenografenvereins von links:
Rosemarie Berghöfer (Kassiererin), Daniela Willstumpf (Jugendvertreterin), Karin Lehmann (Schriftführerin),
Claudia Lingelbach (2. Vorsitzende), Lydia Fülling (1. Vorsitzende)
(Foto: Sandra Konieczny)

 

Vorweihnachtliches Treffen in der Adventszeit oder Neujahrsempfang im Januar? (13.01.2013)

Diese Frage stellte sich bei der Veranstaltungsplanung für 2012. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre bei den Treffen in der Vorweihnachtszeit wurde entschieden: Wir versuchen mal ein Novum, nämlich einen Neujahrsempfang. Dazu bot sich der am 13. Januar 2013 angebotene Brunch im Spiegelslustturm regelrecht an. Würde das gelingen? Und mit wie vielen Stenografen könnte man rechnen? Es musste nämlich fristgerecht fest gebucht werden.

Die Einladungen dazu schlugen ein wie eine Bombe. Kaum waren sie heraus, kamen die ersten Anmeldungen. Innerhalb kürzester Zeit war unser angemeldetes Kontingent an Plätzen ausgebucht, zweimal wurden Plätze nachgeordert, für einige Nachzügler gab es eine Warteliste. Was nun? Abwarten war erst einmal angesagt. Manches erledigt sich dann von selbst. Und so kam es auch!

In der Woche vor dem Veranstaltungstermin hielt der Winter Einzug mit viel Schnee und Glatteis überall. Unsere Mitglieder aus Süddeutschland zogen wegen der Wetterlage ihre Anmeldungen zurück. Das war sehr schade, freute wiederum andere über die unerwartete Chance, doch noch am Brunch teilnehmen zu können.

Am Sonntag wurde es dann bitterkalt, aber einigermaßen trocken auf den Straßen. Als die ersten Gäste eintrafen, war es noch recht ungemütlich im Turmcafé. Der Kaminofen wurde zwar angeheizt, aber es war kühl. Die Chefin meinte dazu: "Warten Sie mal ab, das wird sich bald ändern." Wir waren 25 Teilnehmer, darunter Mitglieder, die noch nie an Veranstaltungen des Vereins teilgenommen hatten und sich in der Stenografenfamilie sichtlich wohl fühlten. Es musste eng zusammengerückt werden und binnen kurzer Zeit zog eine wohlige Wärme durch den Raum. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vorsitzende Lydia Fülling und einem Glas Sekt oder Orangensaft konnte es losgehen.

Auf den Tischen standen bereits Kannen mit heißem Kaffee, auch Tee gab es auf Wunsch. Im kleinen Wintergarten vor dem Turmcafé war das Frühstücksbuffet aufgebaut mit einer großen Auswahl an Leckereien. Zur Mittagszeit kamen noch warme Gerichte dazu. Für jeden war etwas Passendes dabei, vom Fisch über vegetarische Gerichte bis hin zu den sonntäglichen Rouladen. Beim Nachtisch konnte keiner widerstehen und auch zweimal zugreifen, ohne an diesem Tag auf zusätzliche Kalorien zu achten. Angenehme Gespräche fanden an den Tischen statt, daraus war zu entnehmen, dass es allen gefallen hat und über eine Wiederholung im nächsten Jahr nachgedacht werden sollte. Am frühen Nachmittag löste sich die Stenografenrunde auf, nicht ohne bei strahlendem Sonnenschein einen Blick vom Spiegelslustturm auf Marburg und das Lahntal zu werfen.
(R.G.)

Übrigens: Die Bewirtschaftung der Turmgaststätte erfolgt durch die Jugendkonflikthilfe Marburg, eine Einrichtung, die man unterstützen sollte.

Aus dem Vereinsleben 2012
Jubiläumsfeier am 1. Juni 2012

Marburger Stenografenverein feiert sein 125-jähriges Bestehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der Marburger Stenografenverein wird 125 Jahre alt, ein Grund, dies mit einer Festveranstaltung am 1. Juni 2012 gebührend zu feiern. Viele Vereinsmitglieder und Freunde kamen zur Jubiläumsfeier. Als Ehrengäste konnte die Vorsitzende Lydia Fülling die Präsidentin des Deutschen Stenografenbundes Hannelore Schindelasch, den Vorsitzenden des Hessischen Stenografenverbandes Stephan Senzig, Vertreter aus dem Bezirk Mittelhessen und Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel begrüßen.

Die Vorsitzende Lydia Fülling gab in ihrer Begrüßungsrede einen kurzen Abriss über die Vereinsgeschichte, in der es viele Höhen und Tiefen gab. Am 8. März 1887 von sechs "Kunstgenossen" - wie sich die Stenografen damals nannten - als Stenografenverein Gabelsberger gegründet, hatte der Verein 1889 bereits 29 Mitglieder. Die Mitgliederzahl stieg ständig. Während des Ersten und des Zweiten Weltkrieges kam die Vereinsarbeit fast zum Erliegen. Nach der Umbenennung in "Marburger Stenografenverein" im Jahre 1947 erlebte der Verein seine Blütezeit in den 70er Jahren mit über 700 Mitgliedern.

Seit der Vereinsgründung lag der Schwerpunkt der Vereinsarbeit in der Vermittlung der Kurzschrift, später kam Maschinenschreiben hinzu. Heute wird das Tastschreiben nach dem neuesten Stand der Technik an Schulcomputern gelehrt. Durch die Konkurrenz der Volkshochschule ist es allerdings schwierig, genügend Teilnehmer für Unterrichtskurse zu finden, deshalb wurde der Schwerpunkt hauptsächlich auf die Ausbildung von Schülern gelegt. Die Stenografie spielt in dem Marburger Verein zwar heute nur noch eine kleinere Rolle, jedoch waren und sind bis heute Vereinsmitglieder durch gute Leistungen bei Wettbewerben erfolgreich.

Neben der Vermittlung von Schreibtechniken ist die Geselligkeit für den Verein wichtig, ein Sommerausflug und ein vorweihnachtliches Treffen finden jährlich statt. 1979 wurde Kontakt zu den Stenografen in Marburgs Partnerstadt Maribor (Slowenien) aufgenommen, Besuche und ein Gegenbesuch folgten. Gleich nach dem Fall der Mauer in 1989 kam eine Verbindung zu den Stenografen in Eisenach zustande. Zum 120-jährigen Jubiläum in 2007 fand eine Vereinsfahrt nach Eisenach statt, es war gerade das Jahr der Heiligen Elisabeth, die auf der Wartburg und in Marburg gelebt hatte.

Bei der Begrüßungsrede von Oberbürgermeister Egon Vaupel bei der Jubiläumsfeier stellte dieser die Frage: "Braucht man Stenografie heute noch?" Um darauf eine Antwort zu geben, war als Festredner Dieter Ehrenberger, Leiter des Stenografischen Dienstes im Hessischen Landtag, eingeladen, der diese Frage eindeutig mit "Ja" beantwortete. Parlamentsstenografen sind heute noch erforderlich, um ordentliche Protokolle von Sitzungen zu erstellen, insbesondere Reden in verständlicher Sprache aufs Papier zu bringen. Äußerst spannend berichtete Ehrenberger, wie das Mitschreiben überhaupt funktioniert und wie es vor und hinter den Kulissen des Landtags zugeht. Überhaupt sei der Beruf eines Parlamentsstenografen finanziell gut dotiert, allerdings gebe es auch Nachwuchsprobleme.

Nach dem Festvortrag wurden Gerhard Falk für 52-jährige, Axel Lehmann für 43-jährige und Renate Seibert für 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Lydia Fülling und Rosemarie Berghöfer erhielten für über 35-jährige ehrenamtliche Vorstandsarbeit durch die Präsidentin des Deutschen Stenografenbundes, Hannelore Schindelasch, das Silberne Treueabzeichen mit Urkunde überreicht.

Rosemarie Berghöfer, Gerhard Falk, Axel Lehmann, Lydia Fülling, Renate Seibert

Den Abschluss des Festprogramms bildete eine Fotoshow mit Bildern von den Anfängen des Vereins bis in die heutige Zeit, die von dem Vereinsmitglied Deanny Beyer hervorragend zusammengestellt und mit Hintergrundmusik unterlegt war. Viele der Festgäste fanden sich auf den Fotos wieder und schöne Erinnerungen wurden geweckt.

Bericht von Rosemarie Berghöfer

 

Aus dem Vereinsleben 2011
Sommerausflug 2011 zum Tierpark Sababurg am 13. August 2011

Am 13. August 2011 fand der diesjährige Sommerausflug des Marburger Stenografenvereins statt. Wir starteten um 08:21 Uhr am Marburger Hauptbahnhof mit dem Zug Richtung Kassel. Nach dem Zustieg einiger Gruppenmitglieder konnten wir nun in Kassel-Wilhelmshöhe als kompletteGruppe den Zug nach Hofgeismar nehmen. Von Hofgeismar brachte uns der Bus bis zum Dornröschenschloss. Dieses besichtigten wir nur von außen und gingen dann 200 m zum Tierpark hinunter.

Dort angekommen verteilte sich die Gruppe. Einige besuchten sofort die Greifvogelschau, andere begaben sich auf den großen Rundweg durch den Tierpark. Wem das Laufen zu anstrengend war, konnte sich die Tiere in einer 45-minütigen Fahrt mit der historischen Parkbahn anschauen.

Pünktlich zum Kaffeetrinken traf sich die gesamte Gruppe im Gasthaus "Zum Thiergarten". Wir beschlossen, uns draußen hinzusetzen. Zum Glück hielt der große Sonnenschirm die Gruppe während des heftigen Regenschauers trocken. Jeder erzählte, welche Tiere er schon gesehen hatte: gesellige Wellensittiche, putzige Pinguine, sture Steinböcke, grunzende Wildschweine, kletternde Affen, angsteinflößende Wölfe, niedliche Luchse, verfressene Vielfraße, wilde Pferde, röhrende Hirsche und alte Haustierrassen, wie z. B. Wollschweine, Schafe, Ziegen und Esel. Unsere Vorsitzende Lydia Fülling brachte uns noch die Entstehungsgeschichte des Tierparks Sababurg näher.

Nach dem Kaffeetrinken verabschiedeten sich die Ersten, während die anderen sich die restlichen Tiere anschauten oder ins Museum gingen. Die Rückfahrt führte eine sichtlich erschöpfte Gruppe über Hann. Münden und Kassel-Wilhelmshöhe nach Marburg.





Bericht von Dagmar und Sandra

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Pünktlich um 08.21 Uhr fuhren wir, sparsam wie es sich gehört, mit mehreren "Hessentickets" per Zug ab Marburg mit 11, ab Kirchhain mit 13 Personen nach Kassel, dann nach Hofgeismar. Das geplante Frühstück im Grünen fiel "ins Wasser", weil doch angesagter Regen jederzeit befürchtet wurde. Zunächst war für einige die Greifvogelflugschau in einer kleinen Gruppe zu bestaunen. Mit mehr als 2,50 m Flügelspannweite waren Seeadler u. a. bergab und bergauf unterwegs. Insgesamt leben mehr als 800 Tiere wie Wölfe, Luxe, Vielfraße, vietnamesische Hängebauchschweine, Hirsche, Rehe, Rentiere, Pinguine, Fischotter, bunte Vögel, Hasen, Meerschweinchen (auch für Kontakte und zum Füttern), Esel, Ziegen, Schafe, Tauben, Fasane, Wisente u. a. auf dem ca.
130 ha großen Gelände unterhalb der majestätisch anmutenden Sababurg (auch Dornröschenschloss genannt), die früher im 15. und 16. Jahrhundert als Jagddomizil für den Adel diente.

Mit der Eisenbahn fuhren Mütter und Kinder durch den Tierpark, bis wir kurz vor aufkommendem Regen an der Gaststätte ankamen, um unter dem Sonnenschirm bei Kaffee und Kuchen bzw. einer warmen Mahlzeit die Eindrücke und Erlebnisse den Anwesenden schildern zu können. Trotzdem das Gelände recht weitläufig ist, sind sich die Einen oder Anderen immer mal begegnet, sodass fast alle Tiere, wenn auch nur kurz, gesehen wurden. Der Tierpark zählt zu den ältesten zoologischen Einrichtungen Europas.



Bericht von Renate Seibert

 

Jahreshauptversammlung am 1. April
Am 1. April 2011 fand die Jahreshauptversammlung im Hotel Carle in Cappel statt. Sie war - wie immer - sehr gut besucht.

Für 25-jährige Mitgliedschaft und engagierte Mitarbeit im Marburger Stenografen-
verein konnte die Vorsitzende Lydia Fülling vier Ehrungen vornehmen. So wurde Martina Gücker für 25-jährige Mitgliedschaft mit dem Ehrenzeichen mit halbem Goldkranz ausgezeichnet. Die gleiche Ehrung wurde Gudrun Waschk-Peil zugedacht, die leider aus Krankheitsgründen an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, die Auszeichnung wird somit zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Deanny Beyer und Claudia Lingelbach erhielten ebenfalls das Ehrenzeichen mit halbem Goldkranz für langjährige Vereinstreue und engagierte Mitarbeit im Vorstand.

Ausführlich berichtete die Vorsitzende in ihrem Jahresbericht über die Aktivitäten des Vereins im Jahre 2010. Als Highlight erwähnte sie das Zustandekommen eines Anfängerkurses in Kurzschrift, der im November gestartet werden konnte. Allerdings habe der Zuspruch zum Unterricht im Tastaturschreiben nicht ganz mit den Erwartungen Schritt gehalten. Es sei jedoch positiv zu sehen, dass diese Kurse fast ausschließlich von Schülerinnen und Schülern besucht werden.

Des Weiteren konnte auf gute und sehr gute Ergebnisse bei den verschiedensten Wettbewerben auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene hingewiesen werden, wobei insbesondere das erstklassige Abschneiden bei den Seniorenmeisterschaften in Haltern Erwähnung fand.

Berichtet wurde auch über die interessanten Seminare, die zum Teil die Hess. Stenografenjugend durchführte und einige Vereinsmitglieder gern daran teilnahmen.

Selbstverständlich kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. So erinnerte man sich gern an den erfolgreichen Sommerausflug zur Landesgartenschau in Bad Nauheim.

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde Lydia Fülling als Vorsitzende einstimmig wiedergewählt, so auch die Kassiererin Rosemarie Berghöfer, die Schriftführerin Claudia Lingelbach und die Jugendvertreterin Daniela Willstumpf. Als 2. Vorsitzende kandidierte Iris Gütges; die Versammlung wählte sie einstimmig in dieses Amt. In den erweiterten Vorstand wurden Anita Reisewitz, Ilona Reißig und Sandra Konieczny gewählt. Als Kassen-
prüferinnen stehen Renate Cserepes und Almuth Giesen zur Verfügung.

Im Ausblick auf 2011 gibt es selbstverständlich wieder Möglichkeiten, sich an Wettbewerben und Seminaren in Hessen und darüber hinaus zu beteiligen.

Der diesjährige Sommerausflug wird am 13. August stattfinden, und zwar geht es zur Sababurg im Reinhardswald.

Bericht von Lydia Fülling

 

Aus dem Vereinsleben 2010
Sommerausflug 2010 zur Landesgartenschau in Bad Nauheim am 26. Juni 2010

Die Jahreshauptversammlung hatte beschlossen: Ziel des diesjährigen Sommerausflugs ist am 26. Juni die Landesgartenschau in Bad Nauheim, eine gute Entscheidung.

Immerhin 18 Mitglieder und Freunde des Vereins kamen zusammen, um mit der Bummelbahn von Kassel, Kirchhain und zuletzt Marburg bei schönstem Sommerwetter nach Bad Nauheim zu fahren. Die Temperatur stieg bei strahlend blauem Himmel auf über 30 Grad im Schatten, eigentlich viel zu heiß für den Besuch von Hessens größtem Gartenfestival. Da die Schau an zwei verschiedenen Orten stattfindet, nämlich im historischen Kurpark und im Goldsteinpark, gab es am Zielbahnhof erst einmal eine kurze Lagebesprechung, wie am sinnvollsten vorgegangen werden kann. Also ging es zuerst Richtung Sprudelhof, um die teuren Eintrittskarten zu kaufen. Dort gab es dann einen Stempel auf die Hand mit dem Konterfei von Elvis Presley, somit konnte jeder zwischen den beiden Parks hin und her pendeln.

Naheliegend war dann zuerst der Besuch des Kurparks mit seinem herrlichen alten Baumbestand. Leider war dort die Blumenpracht nicht mehr so ansehnlich, die Frühlingsblüher waren verwelkt und die Beete mit Gräsern und Sommerblumen in Pastelltönen bepflanzt. Da Rucksackverpflegung angeraten war, wurde erst einmal ein schattiges Plätzchen zum Picknicken gesucht und bei dem kleinen See auch gefunden. Aber nicht alle nahmen daran teil, einzelne Grüppchen zogen weiter zum Goldsteinpark, wo auch die eigentliche Gartenschau stattfindet.

Gleich hinter dem Eingang zu diesem Park präsentierten Floristen in einem ehemaligen Salinengebäude Blumenschauen mit vielen exotischen Pflanzen, kunstvolle Arrangements mit Lichteffekten und zum Beispiel einen Strauch mit seltsamen blauen Blüten. Bei genauerem Hinsehen entpuppten sich die Blüten als Verpackungshüllen eines bekannten Papiertaschentuchherstellers, sehr gelungen! Die Farbe Blau begegnete uns immer wieder, draußen auf der Wiese graste eine Herde blauer Schafe. Über den Gärtnermarkt mit seinem reichhaltigen Angebot ging es weiter über die Kleingartenanlage Richtung Lichtkirche. Diese kleine Kirche im Goldsteinpark ist etwas ganz Besonderes, ganz aus Plexiglas gebaut und somit lichtdurchflutet. Bei Einbruch der Dunkelheit erstrahlt sie in vielen Farben. Hier finden neben Gottesdiensten viele Veranstaltungen statt, dort ein bisschen Auszuruhen an diesem heißen Tag tat uns allen einfach nur gut.

Anschließend in einem ehemaligen Waldgebiet waren Themengärten zu besichtigen, mal im japanischen oder chinesischen Stil mit viel Wasser, mal mit klassischen Natursteinen, aber immer mit entsprechenden Blumen und Grünpflanzen. Anregungen für zuhause gab es reichlich, sei es für die Bepflanzung von Balkonkästen oder auch für Grabgestaltungen. Ein besonderer Hingucker und Anziehungspunkt war der "Elvis-Garten, gewidmet dem King of Rock'n Roll, der einige Zeit in Bad Nauheim gelebt hatte. Sein Markenzeichen, die Gitarre, ist aus vielen Blumen in Blau und Weiß gestaltet, aus einem Lautsprecher ertönen Elvis-Songs mit Erklärungen.

Auch die Gartenkunst kommt nicht zu kurz, wie die liegende Frau zeigt. Beim Planetenlehrpfad, der am Turm im Goldsteinpark beginnt, werden die einzelnen Gestirne wie z. B. Merkur, Venus, Mars und alle anderen durch bildhauerische Skulpturen dargestellt.

Übrigens: Freunde des Chorgesangs kamen an diesem Wochenende voll auf ihre Kosten, auf verschiedenen Bühnen wurde gesungen. Als die letzten Lieder von der Bühne zwischen dem Gärtnermarkt verklungen waren, strömten die Besucher zum Ausgang und unsere Gruppe fand schattige Sitzplätze im dortigen Biergarten zu einem abschließenden Ausruhen bei Eis oder Kaffee und Kuchen, bevor es wieder mit der Bahn heimwärts ging. Bei der Landesgartenschau 2014 in Gießen sind wir wieder dabei.

R. Berghöfer

Jahreshauptversammlung am 16.04.2010

In der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung des Marburger Stenografenvereins konnte die Vorsitzende drei Ehrungen für über 50jährige Treue zum Verein und drei Auszeichnungen für 25jährige Mitgliedschaft vornehmen.

Für 56 Jahre Treue wurde Almuth Giesen mit dem Ehrenbrief des Deutschen Stenografenbundes mit goldener Nadel Dank und Anerkennung zuteil. Obwohl sie ihren Wohnsitz in Kassel hat, versäumt Almuth keine Veranstaltung des Vereins. Helmut Gaßmann konnte die gleiche Ehrung für 55jährige Mitgliedschaft entgegennehmen. Er hatte die weite Reise, nämlich aus dem äußersten Süden Deutschlands, nicht gescheut, zur Jahreshauptversammlung nach Marburg zu kommen. Auch Dr. Udo Schulz aus Mannheim, der früher dem Verein als Unterrichtsleiter für Stenografie zur Verfügung stand, reiste aus Mannheim an und wurde mit dem Ehrenbrief des Deutschen Stenografenbundes geehrt.

Aber auch Vereinsmitglieder, die dem Verein 25 Jahre die Treue hielten, konnten mit Urkunde und entsprechender Nadel ausgezeichnet werden, nämlich Bettina Achenbach aus Wallau, Iris Gütges, die bis zu ihrem Umzug in den Kreis Gießen dem Verein als Unterrichtsleiterin zur Verfügung stand, und Gudrun Kroll aus dem Frankenberger Raum.

In ihrem Bericht konnte die Vorsitzende auf erfolgreiche Kinderkurse im Tastaturschreiben am PC verweisen, wenngleich leider fast alle erwachsenen Lernwilligen das seit einiger Zeit entsprechende Angebot der Volkshochschule nutzen. Der Hinweis der Vorsitzenden, dass die Kurzschrift auch im Computerzeitalter noch gefragt sei, und zwar in erster Linie von studierenden Interessenten, wurde von der Jahreshauptversammlung mit Interesse zur Kenntnis genommen.


Neben den weiteren Regularien der Tagesordnung, wie Kassenberichte und Prüfungsberichte kamen Rückblicke auf das vergangene Jahr (Wettbewerbe, Seminare, Ausflüge) zur Sprache.

Im Ausblick auf 2010 gibt es selbstverständlich wieder Möglichkeiten, sich an Seminaren und Wettbewerben in Hessen und darüber hinaus zu beteiligen. Ganz besonders freuen wir uns auf den geplanten Ausflug zur Landesgartenschau in Bad Nauheim. Und im Dezember soll traditionsgemäß ein vorweihnachtliches Abschlusstreffen stattfinden, über das noch nachgedacht werden muss.

Aus dem Vereinsleben 2009
Vorweihnachtliches Treffen am 06.12.2009

Das diesjährige vorweihnachtliche Treffen fiel passenderweise auf den Nikolaustag. Wir erhielten eine Einladung zu Eidams Hoffest in Roth und nachdem uns der Sommerausflug 2006 dorthin so gut gefallen hatte, nahmen wir die Einladung gerne an.

Wir trafen uns am Vormittag am Südbahnhof. Aufgrund des nasskalten Wetters bei 8 °C kam eine allgemeine Radtour leider nicht in Betracht, doch Claudia und Sandra, ab Niederwalgern auch Ilona, ließen sich davon nicht abschrecken und radelten nach Roth. Auch Lydia, unsere Vereinsvorsitzende, war mutig, und legte die restlichen 2 km nach der Zugfahrt in Begleitung von Almuth und Renate zu Fuß zurück, während die übrigen Mitglieder die Fahrt im beheizten PKW bevorzugten.

Bei Ankunft herrschte dennoch gute Stimmung und die Autofahrer/-innen mussten nicht allzu lange auf die anderen warten. Als den am weitesten angereisten Gast durften wir wieder Stephan Senzig, den hessischen Verbandsvorsitzenden, begrüßen. Demnächst wird dieser Titel wohl Daniela Willstumpf zuteil, die wir schweren Herzens ins Rheinland ziehen lassen müssen. Sie hat aber versprochen, uns oft zu besuchen.

Auf dem Hoffest erwartete uns ein gut gefülltes, warmes Festzelt. Die laute Musik stimmte allerdings nicht so recht auf Weihnachten ein. Nach einigem Tischerücken hatten alle Platz und es wurde Zeit, die Bio-Bratwurst, die Pizza und den traditionellen Schmierkuchen (Brotteig mit leckerer Auflage) zu kosten. Natürlich konnte man auch heißen Glühwein und andere zahlreiche Getränke trinken. Wer mehr Appetit auf Süßes hatte, ließ sich noch den guten Blechkuchen mit Streuseln munden.

Für die Kinder - Deanny hatte ihre Kleinen mitgebracht - gab es Vieles zu entdecken, so z. B. die Tiere im Stall. Im hinteren Stall konnten Kühe gestreichelt und auf Strohballen geklettert werden, im vorderen Stall war ein Strohberg zum Hüpfen aufgetürmt und drei große Schweine luden zur Beobachtung ein. Die Jungen aus dem Ort machten sich einen großen Spaß daraus, die schlafenden Schweine solange mit Stroh zu bewerfen, bis nichts mehr von ihnen zu sehen war, während ich mir allerdings ernsthafte Sorgen um deren Wohlergehen machte. Kurze Zeit später krabbelten die Schweine jedoch laut grunzend wieder heraus und ich konnte mich von dem gesundheitlich einwandfreien Zustand der Tiere persönlich überzeugen.

An den Tischen im Zelt gab es viele angeregte Gespräche und, wie seit langer Zeit üblich, wurde auch diesmal wieder das Gästebuch herumgereicht, in das sich alle Schriftfreundinnen und -freunde eintrugen. Zur Feier des Tages durfte sich jede/-r Teilnehmer/-in ein Nikolaussäckchen von Rosemaries Adventskalender abschneiden, das mit einer Süßigkeit und einem Essensbeitrag gefüllt war. Wer nun dachte, dass der Nikolaus schon wieder gegangen war, hatte sich geirrt, denn er kam in voller Größe und mit einem großen Geschenkesack auf den Hof zu den Kindern. Jedes brave Kind durfte sich ein liebevoll gestaltetes Butterplätzchen-Häuschen nehmen. Meine Kinder haben sich auf jeden Fall riesig gefreut.

Nach einigen geselligen Stunden machten wir uns auf den Heimweg, wieder mit Auto, Fahrrad oder mit dem Zug. Es wurde schon dunkel, und so war es gut, dass Stephan Taxifahrer "spielte", um die letzten Fußgängerinnen zum Bahnhof nach Niederwalgern zu bringen.

Bericht von D. Beyer


Vereinsausflug zur Burg Greifenstein am 20. Juni 2009 - "Eine Perle deutscher Burgen und Schlösser"
"Was lange währt, wird gut!" - Dies trifft in vollem Umfang für den Sommerausflug des Marburger Stenografenvereins zur Burg Greifenstein zu, der auf eine Idee von Almuth Giesen zurückging, die sie in den vergangenen Jahren wiederholt der Jahreshauptversammlung vorgetragen hatte und jetzt endlich zur Freude aller zum Zuge kam.

So ging es am 20. Juni mit 13 Schriftfreunden und 4 Kindern mit dem Zug von Marburg nach Edingen bei Wetzlar. Dort erwartete uns bereits ein weiteres Vereinsmitglied in zünftiger Wanderkleidung, der Vorsitzende des Hessischen Stenografenverbands, Stephan Senzig. Er war froh, einmal nichts selbst organisieren zu müssen und sich ganz dem Genuss eines organisierten Events hingeben zu können. Nachdem wir die erste organisatorische Hürde genommen und den Wanderweg zur Burg Greifenstein (ca. 3 km bergauf durch Feld und Wald) gefunden hatten, verlief alles wie am Schnürchen. Wir erreichten planmäßig gegen 12 Uhr die Burg und hatten dann bis zur Führung ausreichend Zeit für ein Picknick mit anregenden Gesprächen und die Besichtigung des Außengeländes der Burg inklusive eines Kräutergartens.Für die Nutzung des zur Burg gehörenden Picknickplatzes mit Holztischen und -schaukelpferden für die Kinder war es aber leider schon zu spät, denn die Führung sollte um 13:30 beginnen. Bei der anschließenden Führung wurden wir dann im Detail über die Historie des "Dreigestirns" von Burg Greifenstein, dem Deutschen Glockenmuseum und der Doppelkirche informiert. Die Doppelkirche besteht aus der in 1462 entstandenen - heute unterirdisch angelegten - St. Katharinenkapelle im gotischen Stil und der von 1687 bis 1702 erbauten Barockkirche mit beeindruckender Stuckdekoration. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war lange Zeit die ehemalige Residenz der Grafen zu Solms-Greifenstein. Im Laufe der Jahrhunderte hat sie viele Um- und Anbauten erfahren. Seit ihrem Leerstand im 18. Jahrhundert begann dann auch der Verfall der Burg. Mich persönlich beeindruckte besonders, dass die Burg Greifenstein und die dazugehörigen Gebäude von einem Verein Ende der 60er Jahre in Eigeninitiative restauriert und damit vor dem endgültigen Verfall gerettet wurden.Im Deutschen Glockenmuseum wurde die Technik des Glockengießens und der Erzeugung der Klänge erläutert. Von dem gelungenen Ergebnis konnten sich die Kinder überzeugen, indem sie mit Gummihämmern den Glocken die unterschiedlichsten Klänge entlockten.

Den Tag rundeten wir mit einem Besuch des Burgrestaurants ab: Bei einem ersten Gang stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen. Einige von uns legten auch noch "einen zweiten Gang ein" und genossen dabei Prosecco zu Holunderblütenmousse.

"Es hat sich gelohnt!" - so das Fazit des diesjährigen Sommerausflugs.

Bericht von Claudia Weber

 

Jahreshauptversammlung 2009
Am 27. März fand die Jahreshauptversammlung des Marburger Stenografenvereins statt. In ihrem Jahresbericht erwähnte die Vorsitzende Lydia Fülling, dass zwar ein lebhaftes Vereinsleben stattfinde, das Unterrichtswesen allerdings nicht so floriere wie früher, weil die Kurse im Tastaturschreiben seit einiger Zeit nur in Konkurrenz mit der Volkshochschule angeboten werden können. Sie wies darauf hin, dass in letzter Zeit Schülerinnen und Schüler Unterricht im Tastschreiben am PC gern annehmen. Angeboten werde auch Unterricht und Training in Stenografie. Weiterhin berichtete die Vorsitzende über Wettbewerbe, Versammlungen und Seminare, die im vergangenen Jahr stattfanden.


Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit konnten Manfred Herzog, Christa Lehmann, Monika Saßmannshausen und Anita Sell-Schöne mit Urkunden und entsprechenden Nadeln des Deutschen Stenografenbundes ausgezeichnet werden. Dagmar Damm wurde für ihre 10-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Bei den Neuwahlen für den geschäftsführenden Vorstand ergaben sich keine Änderungen. Als Vorsitzende wurde Lydia Fülling wiedergewählt, 2. Vorsitzende blieb Deanny Beyer, die Kassengeschäfte übernahm wiederum Rosemarie Berghöfer, für das Amt der Schriftführerin steht Claudia Weber weiterhin zur Verfügung und Daniela Willstumpf wurde als Jugendleiterin bestätigt. In den erweiterten Vorstand wurden Ilona Reißig, Sandra Konieczny und Anita Reisewitz gewählt. Als Kassenprüfer konnte Elke Hegner für ein weiteres Jahr bestätigt werden und Manfred Herzog wurde neu gewählt.

Für das laufende Jahr sind neben Wettbewerben und Seminaren auch ein Vereins-Sommerausflug und ein vorweihnachtliches Treffen geplant.

 

Aus dem Vereinsleben 2008
Vorweihnachtliches Treffen am 13. Dezember 2008
20 Personen folgten unserer Einladung ins Bistro "Elisabeth-Bräu", zum Teil weit gereist, wie Stephan Senzig aus Bad Camberg und Almuth Giesen aus Kassel.

Schräg gegenüber der Elisabethkirche wird in Marburg wieder Bier gebraut nach alter Tradition und dem deutschen Reinheitsgebot. Der Name "Elisabeth-Bräu" erinnert an die historischen Bierbrauer des Deutschen Ordens, die schon im 13. Jahrhundert ganz in der Nähe der Elisabethkirche brauten.

In gemütlicher Runde wurde - mal ganz ohne Tagesordnung und Wettschreibstress - geplaudert, dazu ein kleiner Imbiss eingenommen und wer mochte Helles und Dunkles aus der Zapfanlage probiert.

So vergingen einige unbeschwerte Stunden in geselliger Runde.

 

Nachruf Hilde Stork
Am 24. November 2008 verstarb unser Ehrenmitglied Hilde Stork im Alter von 82 Jahren. Sie gehörte dem Marburger Stenografenverein seit 1951 an, also weit über 50 Jahre, und war Jahrzehnte im Vorstand tätig, davon 15 Jahre als 2. Vorsitzende. Auch im Bezirk Mittelhessen hat sie in den 80er Jahren im Vorstand mitgewirkt. Ihr Engagement ist mit Ehrenzeichen des Deutschen Stenografenbundes vielfältig gewürdigt worden. Wer erinnert sich nicht an den Unterricht im Maschinenschreiben (heute Tastaturschreiben am PC) in den Räumen "Am Schlag", den sie zusammen mit ihrem leider viel zu früh verstorbenen Ehemann Erhard organisierte und durchführte?

Auch nach ihrer aktiven Mitarbeit war sie noch viele Jahre dem Verein treu verbunden bis es ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich war, die Vereinsveranstaltungen zu besuchen.

In stiller Trauer haben wir Abschied genommen und werden Hilde Stork in dankbarer Erinnerung behalten.

 

Vereinsausflug nach Wiesbaden am 3. August 2008

Keine Wanderung, keine Radtour, nein, eine Reise mit dem Zug, und zwar nach Wiesbaden, war das Ziel unseres diesjährigen Sommerausfluges. Wie von der Jahreshauptversammlung beschlossen, verabredeten wir uns mit dem Hessischen Stenografenverband, der alljährlich eine Städtereise durchführt.

Schon in aller Frühe am Sonntagmorgen ging es in Marburg los. In Wiesbaden war der erste Programmpunkt eine Fahrt mit der Neroberg-Bahn, einem technischen Wunderwerk aus dem Jahre 1888, das noch heute mit Wasserkraft funktioniert. Von oben schweifte der Blick über die Stadt mit viel Grün und eleganten Villen hinüber ins benachbarte Bundesland Rheinland-Pfalz, getrennt durch den Rhein. Die russische Kirche mit ihren goldenen Kuppeln konnte nur von außen besichtigt werden, da gerade russisch-orthodoxer Gottesdienst gefeiert wurde. 1855 wurde dieses Bauwerk im russisch-byzantinischen Stil vollendet, und zwar als Mausoleum für die sehr jung verstorbene nassauische Herzogin Elisabeth, eine geborene russische Großfürstin. Die sehr kompetente Stadtbegleiterin führte uns auf dem in der Nähe liegenden russischen Friedhof zu einigen Grabmälern und wusste interessant über die Verstorbenen und deren Familien zu berichten, u. a. auch von dem russischen Maler des Expressionismus Alexeij Jawlensky, der wegen der Wiesbadener Wasser viele Jahre hier lebte, 1941 verstarb und auch dort begraben wurde.

Apropos Wasser: Die Heilkraft der Quellen schätzten schon die Römer, die durch das Baden ihrer Pferde in den Wiesen (daher Wiesbaden) die Besonderheit dieses Wassers entdeckten. Viele Brunnen beleben die Innenstadt, herausragend der Kochbrunnen mit seinem 67 Grad heißen Wasser, das einige von uns vorsichtig probierten.

Auch das Kurhaus mit einer der ältesten Spielbanken in Europa und die davor liegenden Kolonnaden beeindruckten durch Eleganz. Zu Fuß ging es vorbei an vielen Villen und auch 5-Sterne-Hotels zu unserem letzten Punkt, dem Stadtschloss des Herzogs von Nassau neben der Marktkirche, das heute den Hessischen Landtag beherbergt. Dort empfing uns eine ukrainische Gästeführerin, deren Begeisterung für die kunstvolle Innenausstattung der Räume, wie z. B. wertvolle Möbel, Fußböden und Tapeten auf unsere Gruppe "übersprang".

Ein Muss bei unserem Rundgang war natürlich der neue Plenarsaal des Landtages, der auf dem Gelände der ehemaligen Reithalle erbaut wurde. Besonders interessant waren die Ausführungen unserer Schriftfreundin, die selbst als Stenografin im Landtag arbeitet. Selbst die Gästeführerin "zog ihren Hut" vor dieser verantwortungsvollen Tätigkeit, bevor sie sich von uns verabschiedete.

Wir Marburger bummelten dann noch bis zur Abfahrt unseres Zuges um 18:32 Uhr in kleinen Grüppchen durch die vornehme Kur- und Kongressstadt Wiesbaden.

So ging ein sonniger Sommertag mit beeindruckenden Erkenntnissen in und über
Wiesbaden zu Ende.

Bericht von Lydia Fülling

 

Nachruf Martin Baum

Unfassbar für uns alle mussten wir am 29. Mai 2008 in der Tageszeitung lesen, dass Martin Baum, eines unserer treuesten Mitglieder, am 26. Mai plötzlich verstorben ist.

Martin Baum war eines unserer ältesten Vereins-
mitglieder, er hätte im Juli seinen 82. Geburtstag feiern können. Seit dem 1. Februar 1950 gehörte er dem Marburger Stenografenverein an, zu damaligen Zeiten als aktiver Schreiber. Später interessierte ihn die Vereinsarbeit sehr, sei es die Fahrten zu Weihnachtsmärkten oder sonstige Treffen in der Weihnachtszeit, Wanderungen im Sommer, der Jubiläumsfahrt 2007 nach Eisenach, den Jahreshauptversammlungen: Martin Baum war immer dabei, zuletzt noch bei der Mitgliederversammlung am
11. April. Für seine jahrzehntelange Vereinstreue wurde er mit den entsprechenden Urkunden ausgezeichnet,
u. a. konnten wir ihm am 5. Dezember 1999 den Ehrenbrief mit silberner Nadel des Deutschen Stenografenbundes überreichen. Durch sein vielseitiges Wissen und seinen ansteckenden Humor war er sehr beliebt. Für unsere in diesem Jahr geplante Sommerfahrt brachte er gute Vorschläge ein und notierte sich den Termin in seinem umfangreichen Terminkalender. Er hatte doch noch so viel vor!

Sein plötzlicher Tod hat uns sehr erschüttert. Wir werden ihn vermissen.

 

Jahreshauptversammlung am 11.04.2008
Die sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung fand am 11. April 2008 bei Carle in Marburg-Cappel statt. Neben dem Jahresbericht und dem Bericht über die Finanzen des Vereins standen - wie üblich - Ehrungen auf der Tagesordnung, und zwar für 10- und 25-jährige Vereinszugehörigkeit. So wurde Irene Lellep für 25 Jahre Vereinstreue mit dem Ehrenzeichen mit halbem Goldkranz des Deutschen Stenografenbundes durch die Vorsitzende Lydia Fülling ausgezeichnet.

Florian Nieslony, der dem Verein seit 60 Jahren angehört und seit vielen Jahren in Bad Godesberg lebt, konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Hauptversammlung kommen, sodass diese ganz besondere Ehrung auf einen späteren Termin verschoben wurde. Rosemarie Berghöfer Claudia Weber Daniela Willstumpf Lydia Fülling Deanny Beyer

Da laut Satzung Vorstandswahlen nur alle 2 Jahre vorgesehen sind, blieb der alte Vorstand im Amt.

Nach Bekanntgabe von Terminen für das Jahr 2008 war der Sommerausflug des Vereins noch Thema. Die Anregung, hier eine Verbindung mit dem Ausflug des Hessischen Stenografenverbandes am 3. August nach Wiesbaden zu ermöglichen, fand reges Interesse und soll entsprechend vorbereitet werden.

Im Anschluss an den offiziellen Teil entführte Claudia Weber die Anwesenden mittels einer eindrucksvollen Fotopräsentation nach Australien, was sie vor einiger Zeit bereist hatte.

Bericht von Lydia Fülling


Aus dem Vereinsleben 2007
Vorweihnachtliches Treffen am 09.12.2007

Zum Auftakt unseres diesjährigen vorweihnachtlichen Treffens fand eine Besichtigung der Elisabethkirche statt. Bereits bei der Jubiläumsfahrt nach Eisenach im Juni hatten sich die Marburger Stenografen mit der "Heiligen Elisabeth" beschäftigt. Dies wurde zum Anlass genommen, eine Führung durch die Elisabethkirche zu organisieren. Viele von uns waren zwar schon öfter dort, aber gerade im Jahr der "Heiligen Elisabeth" ist die Elisabethkirche noch einmal eine Besichtigung wert.

Frau Henkel war unsere Kirchenführerin. Nach einem Überblick über das Leben der Heiligen Elisabeth begann die Besichtigung. Im Mittelschiff zeigte sie uns die Madonna mit Kind, die zwischen den Wandbildern Elisabeths und der Heiligen Katharina zu sehen ist. Weiter ging es zum Ende des Mittelschiffs, wo der Lettner mit dem Kreuzaltar und dem Kruzifix von Ernst Barlach steht.

Im Hohen Chor besichtigten wir den steinernen Hochaltar und die Fenster mit figürlichen und ornamentalen Darstellungen, die aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammen. Frau Henkel gab uns zu jeder Sehenswürdigkeit eine ausführliche Erklärung. An der Nordseite des Hohen Chors befindet sich der Eingang zur Sakristei. Dort steht der "Goldene Schrein". Er ist aus Kupfer und Silber vergoldet über Eichenholzkern. Direkt vom Hohen Chor aus liefen wir weiter zum Landgrafenchor. Der Altar Johannes des Täufers von 1512 und der Altar der ritterlichen Heiligen Georg und Martin sowie die Grabmäler der Hessischen Landgrafen vom 13. - 15. Jahrhundert waren dort zu sehen. Von dort aus ging es dann in den Elisabethchor. Dort befinden sich das Grab Elisabeths, der Marienaltar, der Katharinenaltar und der Elisabethaltar. Vorbei an der "Französischen Elisabeth", dem Sippenaltar und den Hindenburggräbern ging es wieder Richtung Hauptportal. Die Führung war dort zu Ende.

Im Café Wagner in der Oberstadt erwartete uns nun Kaffee und Kuchen. Den Steinweg hoch, an dem Weihnachtsmarkt am Marktplatz vorbei ging es Richtung Café. Nach der Begrüßungsrede durch unsere
1. Vorsitzende Lydia Fülling wurde der Kuchen ausgesucht. Schwarzwälderkirsch-Torte, Käse-Sahne-Torte mit oder ohne Himbeeren, Marzipan-Torte usw. - die Entscheidung war nicht leicht! Kuchen, Kakao, Kaffee und Tee, nur eines gab es noch nicht und das war Schnee. Die Stenografen feierten in geselliger Runde, ob Jung oder Alt, alle waren mit im Bunde.

Plötzlich ertönte ein Glöckchen! Der Weihnachtsmann? Das Christkind? Nein, es war die Weihnachtsfrau!

Lydia kam mit Weihnachtsmütze und Rucksack daher, die vielen Geschenke auf dem Rücken waren mächtig schwer. Eine Stille herrschte plötzlich im ganzen Raum, wie meistens nur zu Hause unter dem Weihnachtsbaum. Jeder dachte: Nun kommen schon die Geschenke, aber nein, die Kellnerin brachte erst weitere Getränke.

Ein Buch mit Weihnachtsgeschichten hatte die Weihnachtsfrau mitgebracht, hört her Leute und gibt gut Acht. Sogar Deannys kleine Engelchen hörten gespannt der Geschichte zu und gaben einen Moment lang Ruhe.

Nach der schönen Geschichte war es nun endlich soweit und alle waren für die Verlosung der Geschenke bereit. Ein Körbchen mit Nüssen ging umher, doch die Richtige herauszunehmen war sehr schwer. Denn auf jeder Nuss stand eine Zahl, so hatten wir die Qual der Wahl. Nun packte die Weihnachtsfrau die Geschenke aus, denn alle mussten aus dem Rucksack raus. Auf jedem Geschenk eine Nummer stand, so ist das halt im Stenografenland. Die Nummern wurden vorgelesen, wie war das nur mit der Nummer auf der eigenen Nuss gewesen? Stimmte sie überein, war das Geschenk sogleich dein! War doch jeder sehr davon entzückt, aber nicht alle hatten das Glück.

Es wäre doch gelacht, hätte sich Christkind Rosemarie nichts ausgedacht. Und so kam es ganz am Ende noch zu einer guten Wende. Für jeden stand eine schöne Kerze bereit, um zu leuchten den Heimweg, der manchmal gar so weit.

Ein 2. Advent könnte doch kaum schöner sein als mit den Stenografen im Café bei Kerzenschein.

Der Vorstand wünscht allen Vereinsmitgliedern und Angehörigen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2008!

Bericht von Daniela Willstumpf

 

Jubiläumsfahrt nach Eisenach am 30. Juni 2007

120 Jahre Marburger Stenografenverein - eine Vereinsgeschichte mit vielen Höhen und Tiefen. Am 8. März 1887 wurde der Verein als "Stenographenverein Gabelsberger" von 6 Schreibern gegründet, nach dem Ersten Weltkrieg zählte er 70 Mitglieder und nach dem Zweiten Weltkrieg war seine Blütezeit mit etwa 700 Mitgliedern. Heute sind es noch 75 (weitere Informationen siehe Vereinsgeschichte).

"Vereinsjubiläum - Jahr der Heiligen Elisabeth - Eisenach". Diese Verbindung wurde bei der Jahreshauptversamm-
lung aufgegriffen, um eine Fahrt nach Eisenach - der Marburger Partnerstadt - zu planen und durchzuführen. Bei diesen Überlegungen spielte eine ganz entscheidende Rolle, dass der Verein gleich nach der Wende Kontakt mit den Stenografen in Eisenach aufgenommen hatte. Nach einem ersten Treffen in 1991 blieb die freundschaftliche Beziehung zu Herrn Jaritz bis heute erhalten, wenn auch nur auf schriftlichem Wege. Und das war ein großer Glücksfall. Herr Jaritz hatte sich angeboten, mit ihm Eisenach zu entdecken und zu erleben.

Der Termin 30. Juni war ideal. Schon zur Abfahrt am Parkplatz des Georg-Gaßmann-Stadions, genannt nach unserem jahrzehntelangen Spitzenschreiber und späteren Oberbürgermeister, schien die Sonne. Der gecharterte Bus und die Teilnehmer waren pünktlich. Unterwegs wurden noch Mitfahrer am Hauptbahnhof und in Kirchhain aufgenommen, und los ging es über Alsfeld nach Eisenach. Zur verabredeten Zeit kamen wir am Bahnhof an. Aber wer und wo war Herr Jaritz? Das Wiedersehen nach 16 Jahren klappte dennoch. Nach einer herzlichen Begrüßung gab es erst einmal etwas zur Geschichte zur Stenografie in Eisenach. Herr Jaritz beherrscht dieses Thema hervorragend. Er berichtete über den Machtkampf zwischen dem System Gabelsberger, das südlich der Mainlinie galt, und dem System Stolze, das für Preußen zuständig war. Das ging so weit, dass diese Auseinandersetzungen gerichtlich geklärt wurden. Zur Versöhnung wurde dann bei der Neugestaltung des Bahnhofs im Jahre 1904 eine Straße nach Gabelsberger benannt und eine weitere hinter der Bahnunterführung nach Stolze, was einmalig in Deutschland ist.

Herr Jaritz zeigte uns auch das "Waldhaus", in dem im November 1906 die wichtige Stenografiekonferenz stattfand, die die Schaffung einer einheitlichen Kurzschrift zum Ziele hatte. Man beschloss, um Einberufung eines aus 23 Vertretern bestehenden Sachverständigenausschusses zu bitten, der schließlich 1924 die Einigung zur Einheitskurzschrift brachte.

Nach dieser spannenden Einführung ging es dann zu Fuß weiter, denn Eisenach ist eine Stadt der kurzen Wege. Vorbei an der Nikolaikirche und dem Lutherdenkmal kamen wir am Anfang der Fußgängerzone zu einem prächtig herausgeputzten Fachwerkhaus, in dem unten eine Apotheke untergebracht ist. Eigentlich ist eine Apotheke nichts Besonderes, aber in diesem Haus spielt die Fernseh-Soap "Familie Dr. Kleist", was für viele Touristen interessant ist.

 

Durch die schmale Einkaufsstraße ging es weiter; kaum zu glauben, dass bis zur Wende hier der Autoverkehr durchrollte. An einer kleinen Straßenkreuzung zeigte uns Herr Jaritz in einer Seitenstraße das Gasthaus "Goldener Löwe", in dem im Jahre 1869 der SPD-Gründungsparteitag stattgefunden hatte und bei dem der Eisenacher Stenograf Roller das Protokoll stenografierte. Wir kamen zum Marktplatz, hier wird gerade das Stadtschloss restauriert. Am Rathaus machte uns Herr Jaritz auf den noch vorhandenen Anker für den Pranger und die Eisenacher Elle aufmerksam. In der angrenzenden Georgenkirche heiratete 1221Ludwig IV. die später heilig gesprochene Elisabeth. Auf dem Marktbrunnen steht die vergoldete Figur des Heiligen Georg, dessen Speer immer wieder mal auf seltsame Weise abhanden kommt. Weiter ging es zum Creutznacher Haus, in dem die Tourismusinformation untergebracht ist und in einem kleinen Raum, als Überraschung für uns, ein wahrer Schatz von Herrn Jaritz besichtigt werden kann: eine Ausstellung über die Stenografiegeschichte Eisenachs. Diese Ausstellung soll gleichzeitig zur Landesausstellung über die Hl. Elisabeth eröffnet werden. Wir hatten aber den Vorzug, diese Kostbarkeiten schon jetzt kennen zu lernen. Was diese Fundgrube zu bieten hatte, war kaum zu beschreiben.



Herr Jaritz, der sich ganz besonders um das stenografische Erbe des evangelischen Theologen Friedrich Mosengeil (1773 bis 1839) kümmert, stellt hier seine Forschungen über dessen geometrische Stenografie vor.

 


Jetzt war es langsam Mittag geworden und das bestellte Essen im Restaurant Hainstein wartete. Haus Hainstein, ein burgähnliches Gemäuer, liegt am Fuß der Wartburg und ist mit dem Bus schlecht zu erreichen. Vorbei am Lutherhaus ging es zu Fuß bergauf, ähnlich beschwerlich wie die Landgraf-Philipp-Straße zum Marburger Schloss. Das Essen entschädigte dann alle für den Aufstieg. Danach verabschiedeten wir uns mit einem herzlichen Dankeschön bei Herrn Jaritz und seiner Frau und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Anschließend war kein festgelegtes Programm vorgesehen. Aber was ist Eisenach ohne Wartburg? Für die meisten der Gruppe war also die Wartburg noch Pflichtprogramm, die anderen gingen in die Stadt zurück und erkundeten sie auf eigene Faust, zum Beispiel Bachhaus, Lutherhaus, Museen. In der Innenstadt trafen diese sogar auf Freunde aus Marburg, die sich ebensfalls Eisenach ansehen wollten.

Der steile Aufstieg zur Wartburg wurde mit fantastischem Rundblick ins Thüringer Land belohnt. Die Lutherstube, Arbeitsraum des Reformators für fast ein Jahr ab Mai 1521, kann als Geburtsstätte der Lutherbibel gelten. Mit Ehrfurcht betraten wir den kleinen Raum in einem Gebäude, das ohne Eintrittsgebühren zugänglich war. Wir entschlossen uns noch zur Besichtigung mit Führung durch die kostbaren Räume der spätromanischen Burg. Die junge Kunsthistorikerin erzählte mit Engagement aus der Zeit der Thüringer Landgrafen, vom Sängerkrieg um Walther von der Vogelweide und der Heiligen Elisabeth, die einige Zeit ihres Lebens dort verbrachte.

Pünktlich zur Abfahrt um 18 Uhr waren alle wieder am Bus und die Heimfahrt konnte beginnen. Nach einer rasanten Fahrt über Autobahn und Landstraße kamen wir wohlbehalten und mit vielen schönen Erinnerungen wieder zu Hause an.

Unseren 120. Geburtstag haben wir zum einen mit der Jubiläumsreise nach Eisenach gefeiert, zum anderen richtet der Marburger Stenografenverein die diesjährigen Verbandsmeisterschaften am 29. und 30. September aus. Dazu laden wir alle hessischen, pfälzischen, südwestdeutschen und auch andere Wettschreiber herzlich ein. (R.B.)

 

Kurzschriftseminar in Butzbach am 14. und 15. April 2007
In diesem Jahr hatten die Marburger Stenografen es versäumt, sich rechtzeitig zu dem Kurzschriftseminar in Butzbach anzumelden, außer Ricarda Lampret. Sie hatte sich gleich nach Erscheinen des Programmheftes der Stenografenjugend angemeldet. Für Claudia Weber, Daniela Willstumpf und Lydia Fülling konnte leider keine Übernachtungsmöglichkeit gestellt werden. Jedoch gab es die Möglichkeit als Tagesgast an dem Seminar teilzunehmen, sodass Claudia, Daniela und Lydia am Samstag und Sonntag mit dem Auto anreisen mussten. Dies war aber kein Problem, denn von Marburg nach Butzbach fährt man nur ca. 50 Minuten und die Marburger Stenografen sind ja flexibel.

Insgesamt waren wir wieder ca. 18 Teilnehmer mit unterschiedlichen Schreibgeschwindigkeiten. Aus diesem Grund gab es wieder zwei Gruppen. Karl-Heinz Volk vom Stenografenverein Gießen leitete die Gruppe ab 140 Silben aufwärts. Die andere Gruppe wurde von Manfred Kehrer geleitet, in der sich Seminarteilnehmer austoben konnten, die in der Praktikerklasse 2 oder Meisterklasse schreiben. Claudia und Daniela gingen in die Gruppe von Karl-Heinz Volk, Lydia und Ricarda in die Gruppe von Manfred Kehrer.

Zum Mittagessen trafen sich alle Seminarteilnehmer in dem Speiseraum der Jugendherberge. Dort gab es Gelegenheit, die restlichen Teilnehmer zu begrüßen, die man vorher noch nicht gesehen hatte. Nach dem leckeren Essen (Spaghetti mit Hackfleischsoße und Salat vom Buffet) war genügend Zeit für einen Spaziergang durch den Wald oder einem kleinen Mittagsschlaf auf der Wiese gegenüber der Jugendherberge. Um 14:30 Uhr versammelten sich die Teilnehmer wieder in den Räumen und es ging weiter. Aber nur 1 Stunde lang, denn dann gab es schon wieder Kaffee. Dieser war auch nötig, denn viele von uns hatten ein kleines Tief und brauchten was zum "Wachhalten". Dieses Tief wurde von der Hitze und der stickigen Luft in den Seminarräumen verursacht.

Das samstägliche Kurzschrifttraining endete kurz nach 18:00 Uhr und alle stürmten zum Abendessen. Nach dem Abendessen wurde auf dem Hof der Jugendherberge, Badminton und Tischtennis gespielt. Lydia spielte mit Regine Hoppe vom Stenografenverein Langen Badminton und Claudia, Manfred Weil vom Stenografenverein Gießen und Uwe Schwab klebten förmlich an der Tischtennisplatte und lieferten sich schnelle Ballwechsel. Daniela und Ricarda unterhielten sich in der Zwischenzeit mit verschiedenen Seminarteilnehmern und machten hin und wieder Bilder. Claudia, Daniela und Lydia traten gegen 20:30 Uhr die Heimreise an.

Am Sonntagmorgen mussten die Marburger auch wieder früh losfahren, also kein Ausschlafen! Die Trainingseinheit für die Gruppe ab 140 Silben wurde an diesem Tag von Monika Disser geleitet. Manfred Kehrer blieb der Gruppe P2 und Meisterklasse auch an diesem Tag treu. Mit dem Mittagessen um 12:00 Uhr endete dann das Wochenendseminar.

Das Kurzschriftseminar hat allen sehr viel Spaß gemacht und es wurde neben intensiver Arbeit viel gelacht. Besonders gefreut haben wir (Claudia und Daniela) uns, dass in diesem Jahr Lydia, unsere Vorsitzende und Ricarda, unser Neuzugang im Verein mit dabei waren. Wir konnten auch diesmal wieder einige neue Kürzungen mit auf den Weg nehmen und sind nun gut gerüstet für die Mannschaftsmeisterschaften am 9. und 10. Juni 2007 in Butzbach.

Bericht von Daniela Willstumpf

 

Jahreshauptversammlung am 9. März 2007

Die Jahreshauptversammlung 2007 des Marburger Stenografenvereins 1887 e. V. fand auch in diesem Jahr wieder in der Gaststätte Carle in Marburg-Cappel statt. Zu diesem Anlass trafen sich 25 Vereinsmitglieder, zum Teil mit Partnern, einem Hund und der kleinen Mariella (dem 2. Kind unserer 2. Vorsitzenden Deanny Beyer).

Auch in diesem Jahr standen Ehrungen langjähriger Mitglieder auf dem Programm. Frau Gertrud Kurtz trat am 01.02.1937 in den Marburger Stenografenverein ein und wurde nun für ihre 70-jährige Mitgliedschaft geehrt. Lydia Fülling überreichte ihr eine Urkunde und einen großen Präsentkorb. Astrid Stoll und Bärbel Hörner gehören seit 25 Jahren dem Marburger Stenografenverein an und erhielten dafür das Ehrenzeichen mit Goldkranz. Ebenfalls erhielt Christine Zeuke das Ehrenzeichen mit Goldkranz für ihre 20-jährige Mitgliedschaft und Mitarbeit in verschiedenen Vorstandsämtern. Daniela Willstumpf, die seit Jahren auch dem Vorstand angehört, erhielt für ihre achtjährige Mitgliedschaft und treue Mitarbeit in den Vorstandsämtern das Ehrenzeichen mit Silberkranz. Die Ehrungen wurden von dem Vorsitzenden des Hessischen Stenografenverbandes, Herrn Stephan Senzig, vorgenommen, über dessen Anwesenheit wir uns sehr gefreut haben.

Nach der Ehrung und einer kleinen Fotosession gab es dann den Geschäftsbericht von unserer Vorsitzenden Lydia Fülling und den Kassenbericht von Rosemarie Berghöfer. In diesem Jahr musste der Gesamtvorstand neu gewählt werden. Da sich alle bisherigen Vorstandsmitglieder bereit erklärten, ihr Amt auch für die nächste Wahlperiode weiterzuführen, wurden sie einstimmig von allen wahlberechtigten Anwesenden wiedergewählt.

Vorsitzende des Marburger Stenografenvereins 1887 e. V. bleibt weiterhin Frau Lydia Fülling, zweite Vorsitzende Frau Deanny Beyer. Frau Rosemarie Berghöfer fungiert weiterhin in ihrem Amt als Kassiererin, Schriftführerin bleibt Frau Claudia Weber, und Frau Daniela Willstumpf wurde als Jugendvertreterin wiedergewählt. Dem erweiterten Vorstand gehören Frau Christine Zeuke, zweite Kassiererin; Frau Ilona Reißig, zweite Schriftführerin und die jeweiligen Unterrichtsleiterinnen an. Also, die Zusammensetzung des Vorstandes bleibt wie gehabt. Für die Kassenprüfung wurden Renate Seibert bestätigt und Dagmar Damm neu gewählt.

Dann gab Lydia noch die Termine für das Jahr 2007 bekannt. Die Termine sind unter dem Punkt "Jahresprogramm" auf unserer Homepage nachzulesen. Nach dem offiziellen Teil wurden dann die allseits beliebten belegten Brötchen aufgetischt. Während der kleinen Mahlzeit gab es einen Bilderrückblick auf das Jahr 2006. Daniela Willstumpf hatte dazu - wie auch bei der Jahreshauptversammlung 2006 - eine Bilderpräsentation über die Ereignisse des Jahres 2006 vorbereitet. Dabei wurden bei vielen Anwesenden Erinnerungen wach und man unterhielt sich über den Vereinsausflug, die Vereinsmesse, die Wettschreiben, den Brunch im Kaiser-Wilhelm-Turm anlässlich Lydias Geburtstag und die wunderschöne Weihnachtsfeier 2006 im Botanischen Garten.

Die Jahreshauptversammlung war sehr schön und die Vorsitzende Lydia Fülling hat sich sehr gefreut, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Mitglieder daran teilnahmen.

Bericht von Daniela Willstumpf

 

Aus dem Vereinsleben 2006
Vorweihnachtliches Treffen (10.12.2006)
Zum vorweihnachtlichen Treffen am 10. Dezember hatten wir uns etwas Besonderes einfallen lassen, und zwar den Besuch des Botanischen Gartens auf den Lahnbergen mit anschließendem Kaffeeklatsch im Bistro Petite Fleur, das von der Jugendkonflikthilfe Marburg (JUKO) betrieben wird. Unsere Schriftführerin Claudia Weber organisierte für diesen Sonntag eine fachmännische Führung durch die Schaugewächshäuser.

Die Stenografen trafen sich zur vereinbarten Zeit im Vorraum der Schauhäuser, wo sie von dem Direktor des Botanischen Gartens, Herrn Professor Lingelbach, begrüßt wurden und einige Informationen über diese Einrichtung erhielten. Die Führung übernahm dann der Gärtner Heiko Moog. Sie begann im feucht-warmen Tropenhaus (Brillenträger sahen erst mal nix), wo sich u. a. Riesenbambus, Bananenpflanze, rotblühender Mimosenbaum und alle andere Tropenpflanzen sichtlich wohl fühlten. Die Temperatur im anschließenden Kanarenhaus war dann erträglicher, bemerkenswert hier die Kanarenkiefer mit ihren überlangen feinen Nadeln. Es schloss sich das Nutzpflanzen- und Wasserpflanzenhaus an. Kakaobaum und Bananenstaude trugen Früchte, eine Vanille-Schlingpflanze kletterte an einem Baumstamm empor, interessant der Kautschukbaum, an dessen Stamm mit einem anschaulichen Muster dargestellt wurde, wie die Saftgewinnung funktioniert. Als Highlight bei den Nutzpflanzen hatte sich der Gärtner das Probieren von Zuckerrohr ausgedacht (die Teile schmeckten aber nicht besonders süß). Blickfang im Wasserpflanzenhaus waren die tellerförmigen Blätter der Riesenseerosen, interessant auch die Lotospflanze, auf deren Blätter sich keine Wassertropfen halten und die schon in der hinduistischen und griechischen Mythologie als verzaubernde Pflanze erwähnt wird. Durch das angrenzende Farnhaus mit dem an der Decke hängenden Riesenfarn ging es ins Sukkulentenhaus, wo der riesige Elefantenfuß-
kaktus, einige Schwiegermutterkakteen und viele andere Kakteenarten zu finden sind. Hier stellte sich die Frage: Hat der Kaktus Stacheln oder Dornen? Was ist richtig? Wer wollte, bekam noch eine Hand voll eines Gewächses, das aussieht wie Heu, auf einem Ast oder einer Unterpflanze lebt, sich nur durch die Luftfeuchtigkeit erhält, zum Ausprobieren mit. Mal sehen, ob das wirklich so klappt. Den Abschluss bildete das Australienhaus mit den typisch australischen gelben und roten Böden, auf denen die spärliche Vegetation dieses Erdteils gezeigt wurde. Zusammenfassend ist zur Führung zu sagen: Heiko Moog hat das sehr gut gemacht, keiner hätte das besser gekonnt. Die Erläuterungen waren so, dass jeder Nicht-Botaniker alles verstand. Fragen wurden bereitwillig beantwortet. Fazit: Die Gruppe war restlos begeistert!

Im Bistro Petite Fleur neben den Gewächshäusern begann dann der gemütliche Teil des Nachmittags. Eine weihnachtliche Kaffeetafel war bereits gedeckt, Kaffee und Kuchen standen bereit. Und es gab selbstgebackene Torten (wahre Kreationen!) und Kuchen vom Feinsten, die einfach köstlich schmeckten. Diese waren von den Auszubildenden dieser Einrichtung in der eigenen Backstube hergestellt worden. Nach diesem vorzüglichen Kaffeetrinken kam eine weitere Überraschung. Daniela Willstumpf hatte ihr Keyboard mitgebracht und stimmte auf die Weihnachtszeit ein, dazu hatte sie ein Gewinnspiel vorbereitet. Sie spielte nicht nur bekannte Weihnachtslieder, sondern auch heute moderne, deren Titeln zu erraten und auf vorbereiteten Zetteln aufzuschreiben waren. Trotz Teamwork untereinander wusste keiner alles. Gewinnerin des ersten Preises wurde Renate Seibert mit fast allen Lösungen, sie erhielt ein Buch mit Weihnachtsgeschichten.

Mittlerweile war es auch schon dunkel geworden und die Feier näherte sich dem Ende. Als Erinnerung an den schönen Nachmittag erhielten alle noch eine "petite fleur" in Form eines Mini-Weihnachtssterns. (R.B.)

 

Geburtstagsfeier von Lydia Fülling im Kaiser-Wilhelm-Turm (11.09.2006)


Am 11. September 2006 wurde unsere 1.Vorsitzende Lydia Fülling 65 Jahre alt.

Die Zahl 65 bedeutete für sie auch gleichzeitig den Eintritt in den "Ruhestand". Jahrzehnte unterrichtete sie mit Leib und Seele an den Kaufmännischen Schulen in Marburg tausende von Schülern und Schülerinnen in den Fächern Stenografie, Maschinenschreiben und Bürowirtschaft.


Der Austritt aus dem Berufsleben fiel Lydia sehr schwer, denn wenn man Jahrzehnte mit Leib und Seele dabei ist, dann fehlt einem plötzlich etwas. Doch nach einiger Zeit wird sie bestimmt merken, dass es gar nicht so schlecht ist, endlich mehr Freizeit zu haben und Dinge tun zu können, für die man vorher keine Zeit hatte. Außerdem gibt es ja noch den Marburger Stenografenverein, der einen sehr großen Teil ihres Lebens ausfüllt.

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Anlässlich ihres 65. Geburtstages lud Lydia am 17. September um 11:00 Uhr zum Brunch in den Kaiser-Wilhelm-Turm (Spiegelslustturm) ein.
Es war ein schöner sonniger Tag und für einen Sonntagsbrunch hätte Lydia sich keine passendere Location aussuchen können. Zum Auftakt gab es für jeden ein Glas Sekt, mit dem wir auf das Wohl von Lydia anstießen. Nachdem alle Gäste eingetroffen waren, hielt Lydia eine kleine Rede und gab dann den Startschuss für das Buffet.

Lydia hatte liebvoll ein reichhaltiges Buffet mit sehr vielen Leckereien hergerichtet. Die Gäste kamen sich vor wie im Schlaraffenland und kosteten von allen Speisen. In einer sehr geselligen Runde verbrachten wir so mehrere Stunden beisammen. Es wurde sehr viel gelacht, erzählt und über alle möglichen Themen diskutiert. Zwischendurch wurden auch die
Geschenke von Lydia ausgepackt, über die sie sich sehr freute.

Gegen 14:00 Uhr machten sich die ersten Gäste auf den Heimweg. Andere gingen noch ein Stückchen durch den Wald spazieren und genossen das schöne Wetter. Dieser Sonntagmorgen wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, denn es hat einfach alles gestimmt, das Wetter, das Essen, die Gäste, die Location - einfach alles. Vielen Dank, Lydia, dass wir alle kommen durften!

Bericht von Daniela Willstumpf

 

Gleich zwei runde Geburtstage am 29. Juli 2006
In diesem Jahr feierten gleich 2 Vereinsmitglieder an einem Tag ihren runden Geburtstag.
Ilona Reißig wurde 50 Jahre alt und Martin Baum feierte seinen 80. Geburtstag.

Unsere 1. Vorsitzende Lydia Fülling befand sich zu diesem Termin in ihrem wohlverdienten Urlaub, so dass Rosemarie Berghöfer und Daniela Willstumpf die Aufgabe der offiziellen Geschenkübergabe übernommen haben.

Da Rosemarie und Günther Berghöfer auch eine private Einladung von Ilona Reißig hatten, wurde die offizielle Geschenkübergabe von Rosemarie Berghöfer übernommen. Die Geburtstagsfeier von Ilona Reißig fand auf ihrem Anwesen am Alten Schloss in Cappel statt. Im Innenhof waren zwei Zelte aufgebaut und die alte Scheune wurde für diesen Anlass zur Partyzone umfunktioniert. Ein großes und leckeres Buffet erwartete die rund 70 Gäste. Unsere Vereinsmitglieder Hiltrud Göbel mit Hund, Susanne Stutz mit Ehemann und Christine Zeuke mit Ehemann befanden sich auch unter den Geburtstagsgästen. Es war eine sehr schöne und gelungene Geburtstagsfeier laut Erzählungen von Rosemarie und Günther Berghöfer.

Sehr freundlich wurde Daniela Willstumpf um 11:00 Uhr von Martin Baum und allen anderen Familienmitgliedern empfangen. Im Auftrag des Marburger Stenografenvereins besorgte Daniela Willstumpf einen köstlichen französischen Rotwein für Martin Baum, da er alles liebt, was mit Frankreich zu tun hat. Zudem bekam er noch ein kleines Fotoalbum von Daniela Willstumpf geschenkt, gefüllt mit Bildern vom Vereinsausflug in den Palmengarten 2005, der Weihnachtsfeier 2005 und dem Sommerausflug nach Roth 2006.

Fast im 30-Minuten-Takt kamen Vereinsvertreter der verschiedensten Vereinen, in denen Martin Baum Mitglied ist und übergaben ihm kleine Aufmerksamkeiten. Nach ca. 2 Stunden waren dann alle weiteren Vereinsvertreter wieder verschwunden und in einer gemütlichen Atmosphäre bei einem Glas Sekt und leckeren Häppchen erzählte Martin Baum von seinem Leben insbesondere von seinen Aufenthalten in Frankreich. Herr Baum freute sich sehr über den Besuch von Daniela Willstumpf, die ja eigentlich in ihrem Amt als Jugendvertreterin für die Jugend zuständig ist und bedankte sich mehrmals herzlich für die Geschenke!

Bericht von Daniela Willstumpf

 

Marburger Vereinsmesse in der Stadthalle Marburg (12. Juli 2006)
In der Vorstandssitzung am 26. April wurde beschlossen, in diesem Jahr den Marburger Stenografenverein 1887
e. V. auf der Marburger Vereinsmesse am 12.07.2006 zu repräsentieren. Arbeit und Bildung organisierte in diesem Jahr die Vereinsmesse.

Zur Vorbesprechung am 21.06.2006 trafen sich Lydia Fülling, Deanny Beyer, Rosemarie Berghöfer, Claudia Weber, Daniela Willstumpf, Susanne Stutz und Christine Zeuke. Es wurden viele Vorschläge bezüglich der Organisation und der Gestaltung unseres Messestandes gemacht. Lydia Fülling wollte zwei Stellwände aus der Schule besorgen, an die das von Susanne Stutz und Christine Zeuke ausgewählte Informationsmaterial über Stenografie befestigt werden konnte. Deanny Beyer wollte eine Bilderpräsentation erstellen, die auf einem Notebook laufen sollte.

Claudia Weber machte den Vorschlag, Klarsichthüllen zu besorgen, in die man verschiedenes Informationsmaterial über Stenografie, das neue Kursprogramm Herbst/Winter 2006/07 und einen Taschenkalender legen kann. Dies war nicht nur eine sehr gute Idee, sondern dadurch wurde auch unser sehr knappes Budget kaum belastet. Daniela Willstumpf machte den Vorschlag ein Vereinsrätsel zu erstellen, bei dem es 3 Preise zu gewinnen gibt. Auch die Idee, dass die Messebesucher mit einer 5-Minuten-Abschrift ihre Schreibfertigkeit am PC testen können und dafür einen Leistungsnachweis erhalten, kam von Daniela Willstumpf.

Am Abend des 11.07.2006 trafen sich Lydia Fülling, Rosemarie und Günther Berghöfer, Claudia Weber, Daniela Willstumpf, Christine Zeuke und Susanne Stutz zum Aufbau des Standes. Von der Vereinsorganisation standen zwei Tische jeweils ca. 1,50 m lang und zwei Stühle zur Verfügung. Zwei Stellwände wurden von Lydia Fülling mitgebracht. Nach gut einer Stunde war dann das Informationsmaterial über Stenografie an den Trennwänden befestigt, die Klarsichthüllen mit dem Informationsmaterial gefüllt, die Tische und Stellwände in die richtige Position gerückt und auch der von Holger Berghöfer besorgte runde Standtisch hatte seinen Platz gefunden.

Rosemarie Berghöfer hatte sich noch etwas ganz besonderes einfallen lassen. Sie brachte die "Erika" mit. Eine nostalgische Schreibmaschine aus dem Jahre 1910. So hatten die Vereinsbesucher einen direkten Vergleich zwischen dem Arbeitswerkzeug heute - einem Notebook und dem Arbeitswerkzeug der Menschen vor knapp 100 Jahren.

Am Mittwoch den 12.07.2006 war es dann soweit. Gegen 09:00 Uhr wollten sich Rosemarie und Günther Berghöfer und Daniela Willstumpf zu den letzten Vorbereitungen treffen. Doch Daniela Willstumpf kam fast 20 Minuten zu spät und als Lydia Fülling auch noch das Netzkabel für den Drucker zu Hause liegen lassen hatte, brach eine kleine Panik aus. Dank unseres Standnachbars Michael Hüther (Alles im Biegen) war innerhalb weniger Minuten ein Netzkabel aus seinem Geschäft dem Musikhaus am Biegen parat.

So konnte dann noch in letzter Minute die einfach brillante Idee von Rosemarie Berghöfer umgesetzt werden. Am Vorabend wurden nur Informationsblätter über Stenografie an die Stellwände geheftet und sämtliche Informationen über die Kurse, die wir im Semester Herbst/Winter 2006 anbieten, haben gefehlt. Die Stellwände sahen nicht nur eintönig aus, sondern das Wichtigste hatte gefehlt!

In Zusammenarbeit mit Daniela Willstumpf wurden noch schnell für jeden Kurs je ein DIN A4 Blatt angefertigt, damit die Messebesucher nicht nur durch das Kursprogramm auf unsere neuen Kurse hingewiesen wurden, sondern auch anhand der DIN A4 Blätter an der 2. Stellwand. Günther Berghöfer installierte in der Zwischenzeit den Drucker, so dass wir noch in allerletzter Minute die Informationsblätter auf farbigem Papier ausdrucken und an die zweite Stellwand heften konnten. Mit dem Ergebnis waren wir mehr als zufrieden!

Punkt 10:00 Uhr flitzten dann auch schon die ersten Schüler um die Ecke, die an der Schülerrallye teilnahmen und stürmten auf unseren Stand zu. Gerne halfen wir den Schülern und zeigten ihnen, wie sie einmal ihren Namen und "Marburger Stenografenverein" in Kurzschrift schreiben mussten.

Gegen 11:00 Uhr nahmen auch schon die ersten Vereinsbesucher an dem von Daniela Willstumpf erstellten Vereinsrätsel teil. Das Vereinsrätsel bestand aus Fragen zu dem Marburger Stenografenverein, den Kursen, die der Verein anbietet, Fragen zur neuen deutschen Rechtschreibung und Fragen zum Allgemeinwissen. Gerade bei den Fragen zur neuen deutschen Rechtschreibung sah man den Teilnehmern ihre Unsicherheit an. Nach und nach kamen meist stoßweise Schüler und erwachsene Vereinsbesucher an unseren Stand und waren teilweise sehr erstaunt, dass es heute noch so was wie Stenografie gibt. Viele Bekannte und Vereinsmitglieder besuchten auch unseren Stand.

Gegen Mittag hatte Lydia Fülling noch einen ganz besonderen Auftrag. Eine Frau kam an unseren Stand und fragte, ob jemand aus unserem Verein einen stenografischen Text aus einem Gesangbuch übersetzen kann. Ein Verwandter dieser Frau hatte auf der ersten Seite seines Gesangbuches etwas in Stenografie geschrieben. Natürlich übernahm Lydia sehr gerne diese Aufgabe. Um 15:00 Uhr kamen dann zur Ablösung und Unterstützung Susanne Stutz, Christine Zeuke, Gudrun Kroll, Claudia und Rebecca Weber und Sandra Koniecny. Gudrun Kroll machte sich gleich an die Arbeit und korrigierte die 5-Minuten-Abschriften der Teilnehmer und stellte die Leistungsnachweise aus. Um 17:00 Uhr standen auch die Gewinner unseres Preisrätsels fest.

Als 1. Preis wurde ein Kurs zur neuen Rechtschreibung ausgesetzt, der ab November 2006 bei Karin Lehmann stattfindet. Als 2. und 3. Preis wurden Gutscheine über den Wert von einmal 25 Euro und einmal 15 Euro über einen Kurs der Wahl ausgesetzt. Rebecca Weber - unser jüngstes Vereinsmitglied überreichte den 1. Preis an Frau Jeanette Heide vom Verein Tagesmütter Marburg e. V. Frau Heide freute sich sehr über den 1. Preis. An dem Preisrätsel nahmen insgesamt 17 Personen teil und es wurden 11 Leistungsnachweise über die Tastschreibfertigkeit bei der Teilnahme der 5-Minuten-Abschrift ausgestellt.

Gegen 17:40 Uhr fingen wir schon an, unseren Stand abzubauen, da nur noch einzelne Besucher in die Stadthalle kamen und die Standnachbarn auch schon fast verschwunden waren. Kurz nach 18:00 Uhr hatten wir alles abgebaut, zusammengeräumt und in den Autos verstaut. Es machte sehr großen Spaß den Vereinsbesuchern unsere Bildershow zu präsentieren, sie über die kommenden Kurse zu informieren und mit ihnen über Stenografie in der heutigen Zeit zu diskutieren.

Wir bekamen sehr viel Lob von den Messebesuchern für unseren Stand und im Vergleich zu den anderen Ständen war bei uns immer etwas los! Die Vorbereitungen für die Vereinsmesse haben sehr viel Zeit in Anspruch genommen, es wurde viel diskutiert, wie man was umsetzt, teilweise war es sehr stressig und zeitweise auch etwas unorganisiert. Kleine Pannen gab es natürlich auch, aber unser Verseinsteam hat alle Hürden sehr gut gemeistert, so dass wir stolz auf uns sein können.

Nun hoffen wir auf viele Anmeldungen für die kommenden Kurse!

Bericht von Daniela Willstumpf

 

Vereinsausflug Roth (8. Juli 2006)
In der Vorstandssitzung am 26.04.06 wurde beschlossen, dass der diesjährige Vereinsausflug nach Roth zu dem Bauernhof unseres Vereinsmitgliedes Erna Eidam gehen soll. Erna Eidam besitzt mit ihrer Familie in Roth einen großen Bauernhof mit einem Hofladen, in dem sie selbstgebackenes Brot, Kartoffeln aus ökologischem Anbau, Käse und viele andere Lebensmittel verkauft.

Am 08.07.06 gegen 11:00 Uhr trafen sich ca. 15 Vereinsmitglieder - zum Teil mit Partnern - am Marburger Südbahnhof. Überflüssiges Gepäck sowie die Blumensträuße konnten bei Daniela Willstumpf im Kofferraum ihres Autos abgeladen werden, da sie mit dem Auto nach Roth fuhr. Die Gruppe von Fahrradfahrern konnte dann auch schon gleich durchstarten. Ganz gemütlich fuhren sie auf dem Radweg, vorbei am Niederweimarer See, Richtung Roth. Die Gruppe von Wanderern fuhr erst mit dem Zug nach Niederwalgern und wanderte von dort aus querfeldein in das ca. 2 km entfernte Örtchen Roth. Ungefähr zeitgleich trafen die Fahrradfahrer und die Wanderer in Roth auf dem Bauernhof von Erna Eidam ein.

Als wir dort ankamen, fanden wir zwei große Tische vor, die liebevoll von Erna und ihrer Familie dekoriert und gedeckt waren. Nachdem alle Fahrradfahrer und Wanderer ihren ersten Durst mit Apfelsaftschorle, Wasser oder einem Schluck Bier gestillt hatten, waren auch schon die ersten Steaks und Würstchen vom Grill fertig. Zu den Steaks und Würstchen gab es noch leckere Kartoffeln, selbstgebackenes Brot und selbstgemachten Kräuterquark. Bei strahlendem Sonnenschein ließen es sich die Vereinsmitglieder so richtig schmecken.

Gegen Nachmittag stand ein Besuch in der Landsynagoge Roth auf dem Programm. Die Synagoge war in ca. 1 Minute zu Fuß zu erreichen. Frau Schmitt vom Arbeitskreis Landsynagoge Roth hielt einen sehr ergreifenden Vortrag über das Leben der jüdischen Familien in Roth und Umgebung und über die Geschichte der Synagoge. Viele von uns kehrten in sich und ihre Gedanken führten sie zurück ins Jahr 1938 zum 9. November - Reichspogromnacht, in der die Inneneinrichtung der Synagoge mit Ausnahme der Frauenempore komplett zerstört wurde.

Nach einem Rundgang in der Synagoge und der Besichtung des Innenhofes, wo tief unter den Steinen noch die Reste einer Mikve (Badehaus für Frauen) vorhanden sind, ging es zurück auf Ernas Bauernhof. Als wir dort ankamen, konnte man nicht nur den strahlenden Sonnenschein am Himmel bewundern, sondern auch das Strahlen in den Gesichtern unserer Vereinsmitgliedern. Irgendwie erinnerte mich das alles an das Märchen "Tischlein deck dich". Denn auf dem Tisch standen nun schon wieder Köstlichkeiten. Kaffee und selbstgebackener Streuselkuchen! Wir alle fühlten uns wie im Schlaraffenland und griffen nicht nur einmal nach Kuchen und Kaffee!

Im Anschluss an das Kaffeetrinken überreichte unsere 1. Vorsitzende Lydia Fülling einen Blumenstrauß an Erna Eidam und bedankte sich noch einmal recht herzlich für die leckeren Köstlichkeiten und das schöne Ambiente auf ihrem Bauernhof.

Aber noch ein Ereignis fand an diesem Tag statt. Die Ehrung von Frau Claudia Cloos für ihre 25-jährige Vereinsmitgliedschaft! Die Ehrung war eigentlich schon für die Jahreshauptversammlung am 17.03.06 angedacht, Frau Cloos war aber an diesem Tag verhindert. So überreichte Lydia Fülling bei strahlendem Sonnenschein die Anstecknadel mit halbem Goldkranz vom Deutschen Stenografenbund und einen Blumenstrauß an Claudia Cloos.

Nach vielen schönen Stunden in einer geselligen Runde mit Jung und Alt und den Einkäufen im Hofladen von Erna, traten die ersten Vereinsmitglieder den Heimweg an. Für die Wanderer wurde ein kleiner Fahrdienst organisiert, so dass keiner bei der prallen Hitze den Weg zum Bahnhof zu Fuß zurücklegen musste.

An dieser Stelle möchten wir Erna Eidam und ihrer Familie nochmals für die Einladung, die hervorragende Organisation, das leckere Essen und die dadurch entstandene Arbeit bedanken. Es war ein sehr schöner Tag, der uns lange in Erinnerung bleiben wird!

Bericht von Daniela Willstumpf

 

Ehrenbrief des Deutschen Stenografenbundes an Hans-Konrad Brand (Mai 2006)

Ein halbes Jahrhundert gehört Hans-Konrad Brand aus Cölbe nun schon dem Marburger Stenografenverein an. Diese Treue würdigt der Deutsche Stenografenbund mit dem Ehrenbrief und silberner Nadel.

Die Vorsitzende des Marburger Stenografenvereins Lydia Fülling überreichte Urkunde und Ehrenzeichen an den Jubilar, der wegen Krankheit nicht zur Jahreshauptversammlung des Vereins kommen konnte. Brand gehörte zunächst als aktiver Stenograf dem Verein an und hält ihm bis heute die Treue.

 

Kurzschriftseminar "Politik P2" (April 2006)

Auch in diesem Jahr organisierte die Hessische Stenografenjugend das Kurzschriftseminar "Kurzschrift Politik P2". Das Wochenendseminar fand vom 21. bis 23. April 2006 in den gewohnten Räumen der Jugendherberge "Hubertus" etwas außerhalb von Butzbach statt. Zu dem Seminar trafen sich ca. 16 Stenografen aus ganz Deutschland. Vom Stenografenverein Marburg nahmen Claudia Weber und Daniela Willstumpf teil.

Es begann mit einem leckeren Abendessen am Freitagabend. Nach dem Abendessen wurden dann auch schon gleich die Bleistifte gespitzt und der Block zurechtgelegt. Die erste Trainingseinheit erfolgte durch Dr. Reiner Kreßmann vom StV Rüsselsheim. Mit ihm trainieren wir Zusammenschreibungen, wie z. B. "in dem", "wir haben" usw., um ein besseres Gefühl für die Zusammenschreibungen zu bekommen.

Unsere Spitzenleute (bis 400 Silben) trainierten mit ihrem Seminarleiter Manfred Kehrer in einem separaten Seminarraum. Nach der ersten Trainingseinheit saßen wir noch gemütlich im Seminarraum zusammen, um uns näher kennen zu lernen und um Erfahrungsberichte auszutauschen.

Der Samstagmorgen startete mit einem reichhaltigen Frühstücksbüffet. Um 09:00 Uhr ging es dann in die 2. Runde mit Monika Disser als Seminarleiterin, die aus Baden-Württemberg angereist war. Monika hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie hat mit uns einen kleinen Konzentrationstest gemacht.

Aus den Texten, mit denen wir über den Tag hinweg gearbeitet haben, mussten wir verschiedenen Wörter heraussuchen und diese nach Vorsilben, Nachsilben usw. in dafür vorgesehene Spalten eintragen. Dafür wurden dann Punkte vergeben. Als Preise wurden zwei "antike" stenografische Bücher ausgesetzt.

Nach der 2. Trainingseinheit und dem Abendessen hatten wir noch genügend Zeit, um einen Spaziergang zu machen, Tischtennis zu spielen oder uns einfach nur in die Sonne zu setzen. Später trafen sich alle Seminarteilnehmer/-innen im Seminarraum zu einem Spieleabend. Mit der ganzen Mannschaft spielten wir das Spiel "Tabu" und dies war sehr lustig, denn viele von uns kamen doch sehr oft in Erklärungsnöte.

Am Sonntag durften wir Herrn Karl-Heinz Volk vom Stenografenverein Gießen als Seminarleiter begrüßen. Mit ihm trainierten wir einige politische Wettschreibtexte und einen nicht "frisierten" Text, der von ihm und Herrn Manfred Weil (Stenografenverein Gießen) mit viel stenografischer Liebe ausgearbeitet wurde.

Das Seminar endete mit einem wohlschmeckenden Mittagessen (Kohlrouladen, Kartoffeln und Salat) gegen 13:00 Uhr.

An dieser Stelle möchten wir, Claudia Weber und Daniela Willstumpf, uns noch einmal besonders bei Claudia Steinkühler für die hervorragende Organisation und das schöne Seminarwochenende bedanken!

Bericht von Claudia Weber und Daniela Willstumpf

 

Jahreshauptversammlung am 17. März 2006
Jahreshauptversammlungen sind Veranstaltungen, zu denen jeder Verein seine Mitglieder einmal im Jahr einladen muss - Veranstaltungen aber, die nur wenige interessieren, schon gar nicht bei einem so miesen Winterwetter wie in diesem Jahr. Umso erfreulicher war es, dass überraschend viele unserer Mitglieder den Weg in die Gaststätte Carle fanden und informiert werden wollten, was in 2005 los war und was für 2006 geplant ist.

Wahlen standen diesmal nicht an, aber Ehrungen! Da unser Verein mit zu den ältesten Marburger Vereinen gehört, hat er folglich viele Mitglieder, die ihm seit Jahrzehnten die Treue halten. Es sollten geehrt werden: Hans-Konrad Brand für 50 Jahre, Edith Falkenhagen für 40 Jahre sowie Claudia Cloos und Hans-Joachim Bewernick für jeweils 25 Jahre Vereinszugehörigkeit. Eine Vertreterin der Neuen Marburger Zeitung war gekommen, um zu berichten und ein schönes Foto zu schießen, leider fehlten alle vier Mitglieder, zum Teil bedingt durch Krankheit. Wirklich sehr schade, aber die Ehrungen werden nachgeholt.

Hauptthemen waren jetzt die Rechenschaftsberichte. Zunächst die Vorsitzende: Lydia Fülling berichtete über ein erfolgreiches Jahr 2005. Wie bisher wurden Kurse im Tastaturschreiben am PC für Erwachsene und Schüler angeboten. Erstmals kam ab Oktober ein längerer Kurs für Kinder zwischen 10 und 14 Jahren zustande, der über 30 Unterrichtseinheiten läuft und kurz vor den Sommerferien endet. Wie es aussieht, ist dieser Versuch gut gelungen. Neben einem Kurs in neuer deutscher Rechtschreibung gab es im abgelaufenen Jahr nur eine Firmenschulung über Telefontraining. Nach wie vor trifft sich einige Male im Jahr ein kleines Grüppchen an Stenografen, um sich fit zu halten und bei Meisterschaften ihre Leistung unter Beweis zu stellen.

Die Wettbewerbe 2005 begannen mit den Bezirksmeisterschaften in Gießen, bei denen die Marburger die meisten Teilnehmer stellten und vordere Plätze belegten. Hier kam auch der Nachwuchs gut zum Zuge. Beim Hessentag in Weilburg startete Marburg mit nur einer Mannschaft, leider wurde ein Podestplatz knapp verfehlt. Auch beim Hessischen Stenografentag in Bürstadt war unser Verein vertreten. Der letzte stenografische Wettbewerb waren die Seniorenmeisterschaften in Erfurt.

Aber was war außer Wettbewerben noch los? - Einiges! Besonders der Ausflug in den Frankfurter Palmengarten wurde erwähnt, der allen Teilnehmern in guter Erinnerung geblieben ist, auch das vorweihnachtliche Treffen im Café Klingelhöfer war gelungen. Und was passiert 2006? Vorschläge gab es mehrere: Besuch der Landesgartenschau in Bad Wildungen - Fahrt nach Roth mit Einkehr im Hofladen unseres Mitglieds Erna Eidam und Besuch der Synagoge - Mühlentag in Ellershausen. Darüber wird noch entschieden.

Nach den Berichten der Kassiererin Rosemarie Berghöfer über die finanzielle Lage des Vereins und der Jugendleiterin Daniela Willstumpf über die Aktivitäten insbesondere der Hessischen Stenografenjugend war der offizielle Teil beendet.

Nachdem sich alle mit den leckeren Carle-Brötchen gestärkt hatten, begann der gemütlich Teil des Abends: die "Foto-Show". Daniela Willstumpf hatte in mühevoller Nachtarbeit digitale Bilder von verschiedenen Veranstaltungen ausgesucht, Notebook und Beamer standen bereit. Auf diese Weise sollten die Fotos auf eine Leinwand projiziert werden, entsprechende Erklärungen dazu hatte Daniela vorbereitet. Aber die Technik hatte so ihre Tücken: Entweder sah man auf der Leinwand den mittleren Teil des Fotos und die linke Seite (den Rest gab es auf dem Garderobenstände rechts) oder aber die Mitte und die rechte Seite (den linken Teil gab es auf der Fenstergardine). Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, an dem das technische Verständnis einzelner Stenodamen voll durchschlug. Die Kommandos kamen im Sekundentakt: Leinwand mehr nach rechts, nein, Leinwand bitte mehr nach links, besser etwas mehr Abstand, Beamer weiter nach vorne! Es war ein Gerücke und Geschiebe, deshalb dazu kein weiterer Kommentar. Letztendlich gab es die Fotos erst einmal im Kleinformat, dann vergrößert, dann fehlte einfach ein Teil. Wer also immer schön aufgepasst hatte, der hatte damit keine Probleme. Aber schön war es doch und sehr lustig. (R.B.)

 

Aus dem Vereinsleben 2005
Vorweihnachtliches Treffen (11. Dezember 2005)

2003 Weihnachtsmarkt in Kassel, 2004 Weihnachtsmarkt in Kassel, 2005 …? Diesmal sollte es etwas anderes, etwas Gemütliches sein. Schnell war man sich einig: Kaffeeklatsch zum Ausklang des Jahres. Aber wo? Der Vorstand beschloss: Café Klingelhöfer, Renommieradresse in Sachen Cafés in Marburg , fernsehbekannt. Ein Café mit Plüschsessel-Ambiente, wo gut betuchte Leute sich treffen, um genüsslich Kaffee zu schlürfen und Tortenkreationen zu verspeisen. So weit, so gut.

In einem separaten Raum war für die Stenografen eine Kaffeetafel eingedeckt, mit blauen Papierservietten, die durch eigene Nikolausbeutel mit süßem Inhalt in der Farbe Rot zu einem richtigen Hingucker aufgepeppt wurde. So nach und nach trudelten insgesamt 20 Gäste ein, auch Verbands-
vorsitzender und Vereinsmitglied Stephan Senzig war aus Bad Camberg angereist (darüber haben wir uns sehr gefreut!). Nach dem akademischen Viertel und der Begrüßung durch die Vorsitzende Lydia Fülling konnte es eigentlich losgehen. Inzwischen hatten auch schon zwei Kannen Kaffee den Tisch erreicht, das war's dann erst einmal. Nach erfolgreichem Bitten kam dann auch der Kuchen, ebenfalls auf Nachfrage wurde Kaffeemilch gebracht. Und so ging es weiter. Sonderbestellungen gab es für diejenigen, die keinen Kaffee wollten. Beispiel: Ich hätte gern ein Wasser, aber bitte ein großes! Was kam? Ohne Kommentar wurde eine 0,2 l Flasche serviert (Es stellte sich da die Frage: Wie sieht wohl eine kleine Flasche aus?). Gleichzeitig mit dem Kaffeetrinken zu beginnen, das ging aber nicht, alles brauchte seine Zeit, und die war ja vorhanden. Also geduldig warten. Fazit: Der Rundumservice des Hauses konnte keine Glanznote erhalten.

Aber geschmeckt hat es trotzdem, denn es war für jeden etwas dabei. Wirklich für jeden? Nur, was soll man essen, wenn man eine Nussallergie hat und die Fachkräfte im Café nicht sagen können, ob es Kuchen gibt, bei dem keine Nüsse verbacken wurden? Das war also Tagesordnungspunkt Nr. 1: Kaffeeklatsch.

Dann ging's in die zweite Runde. Deanny Beyer und Daniela Willstumpf hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen und ein Ratespiel vorbereitet. 30 Fragen waren innerhalb von 10 Minuten zu beantworten, und manche hatten es in sich. Es ging zu wie in einer Quiz-Show bei Günter Jauch, nur konnte niemand Millionär werden. Es gab Sachpreise zu gewinnen für die ersten fünf Kandidaten mit den meisten Punkten. Also, könnte man sich öffentlich blamieren, wenn man nicht viel weiß? Weit gefehlt, die Beiden waren pfiffig und ließen verdeckt Nummern ziehen, die dann auf die Antwortbögen zu übertragen waren. Gott sei dank! So einfach waren die Fragen nämlich nicht, zum Teil lag man nur mit Raten einigermaßen richtig. Wer weiß schon, wo das erste Papiergeld benutzt wurde oder welches Tier blaues Blut hat. Fragen, die etwas mit Stenografie oder Stenovereinen zu tun hatten, waren da einfacher. Zum Beispiel: Zu welcher Marburger Schreiberin gehört immer ein Vierbeiner dazu? Richtig: Hiltrud Göbel!!! Das Endergebnis gab die Jury schnell bekannt: Punktgleichheit der Erstplatzierten Renate Czerepes, Lydia Fülling und Almuth Giesen. Eine Stichfrage war also nötig: Wie viele Vorsitzende hatte der Marburger Stenografenverein seit seinem Bestehen in 1887? Da kam selbst die heutige Vorsitzende ins Schleudern. Es waren immerhin 13 an der Zahl, keine lag mit der Antwort richtig. Wer was letztendlich gewonnen hat (Freikarten fürs Theater oder das Glas Honig) sieht man auf dem Foto. Aber woher wusste das Rateteam die richtige Lösung? Die Damen haben zeitraubend in der Vereinschronik recherchiert. Einfach genial! (Irgendwann kann jeder das im Internet nachprüfen.)

Somit war der offizielle Teil zu Ende. Es wurde noch geplaudert, inzwischen war es auch schon dunkel geworden und die ersten machten sich auf den Heimweg, einige nahmen noch ein Stück von dem restlichen Kuchen mit. Rundum war es doch eine gelungene vorweihnachtliche Feier, oder ….. (R.B.)

 

Lydias Geburtstagsfeier (Sept. 2005)

Lydia hatte im September Geburtstag, dazu gratulieren ihr die Vereinsmitglieder herzlich! Nach ihrem Aufenthalt im Norden kam recht spontan eine Einladung zu einem Sonntagsbrunch im Café Klingelhöfer. Gebührend wurde der Anlass mit einem Gläschen Sekt gefeiert und die Gäste durften sich an einem herrlichen, ausgedehnten Frühstück erfreuen.

 

 

Ausflug zum Palmengarten (Juli 2005)

Die Jahreshauptversammlung hatte beschlossen: In diesem Sommer fährt der Stenoverein nach Frankfurt in den Palmengarten. Einen Termin fand der Vorstand schnell: Wegen der Schulferien einigte man sich auf den letzten Samstag davor, also den 16. Juli. Einladungen an alle Vereinsmitglieder wurden verschickt, allerdings ohne Anmeldungen.

Gespannt warteten die Vorsitzende Lydia Fülling und ein kleines Grüppchen zum vereinbarten Abfahrtstermin am Bahnhof, wer wohl so alles mitfahren würde. Adelheid Kaufmann war bereits von Kirchhain aus im Zug, unsere treue Seele Martin Baum und Deanny mit der kleinen Selina im Kinderwagen trudelten nacheinander ein. Zur Abfahrtszeit waren wir zusammen nur sieben Personen. Wo waren all die anderen, die sonst immer dabei sind? Lag es vielleicht am Wetter, immerhin war seit Tagen eine Hitze von über 30 Grad. Also, raus auf den Bahnsteig und rein in den Zug, der an diesem Morgen rappelvoll war. Nach einiger Zeit fand aber jeder einen Sitzplatz.

Plötzlich die erste Durchsage und ein Stopp: Es befindet sich eine Person auf den Gleisen; der Bundesgrenzschutz ist schon unterwegs. Also warten und Verspätung: Etwa nach einer Viertelstunde setzte sich der Zug wieder in Bewegung, aber nicht sehr lange, wieder Stopp und Durchsage: Ein Güterzug ist auf der Strecke liegen geblieben und ein ICE hat Vorfahrt. Wieder geduldiges Warten. Mit etwa 40 Minuten Verspätung erreichten wir Frankfurt.

Aber wie und wo geht es zum Palmengarten? Renate Seibert hatte als Frankfurt-Pendlerin Insiderwissen und lotste uns per U-Bahn und Bus sicher ans Ziel, wenn auch mit Umwegen, sozusagen mit Nebeneffekt Stadtführung Westend. Genau zur Mittagszeit waren wir am Ziel. Schnell Eintrittskarten besorgt und - inzwischen meldete sich auch der Magen - Platz für das geplante Picknick gesucht. Im Rosengarten fanden wir einen Schattenplatz unter einem alten Baum, gleich neben den Wasserspielen am Oktogonbrunnen. Also, Verpflegung raus und erst einmal für das leibliche Wohl sorgen. Wer nicht genügend dabei hatte, wurde von anderen mit versorgt.

Als dann alle wieder fit waren, wurde beschlossen, sich um 15 Uhr zu der Führung zur Ausstellung "Tanz um die Banane" wieder zu treffen und die Zeit bis dahin auf eigene Faust zu verbringen. Zu sehen gab es ja viel. Blumenbeete mit Sommerflor, Ton in Ton eingefärbt und mit breit wuchernden oder hoch ragenden Formen waren faszinierende Meisterleistungen der Gartenbaukunst. Aber erst einmal zog es alle zu der Bananen-Ausstellung ins Palmenhaus, weiter ging es auf einem schattigen Weg entlang des Bootsweihers bis zur Wegegabelung hinter dem Rhododendrongarten. Ein Grüppchen ging weiter Richtung Steingarten und Heidegarten, der Rest mit Kinderwagen überquerte den Weiher über eine kleine Brücke. Ein Reiher und jede Menge Schildkröten sonnten sich auf einem Baumstamm im Wasser, riesige Karpfen und Forellen jagten durch den Weiher.

Nächstes Ziel war das Tropicarium mit den einzelnen Schauhäusern. Neben den Pflanzen der "trockenen Tropen" gibt es dort solche der "feuchten Tropen". Die Hitze bei den Wüstenpflanzen ging ja einigermaßen noch, im feuchten Klima des Regenwaldes war es einfach unerträglich. Der Schweiß floß in Strömen, da reichten keine Papiertaschentücher mehr, da musste schon mal ein kleines Handtuch ran. Aber interessant war es: Denn wo findet man sonst z. B. einen Leberwurstbaum, Kaffeesträucher oder Bananenstauden mit Früchten.

Samstags wird geheiratet, auch in Frankfurt. Der Palmengarten ist daher für das Foto des "schönsten Tags im Leben" ideal. Brautpaare ließen sich vor der blühenden Kulisse fotografieren. Sogar eine ganze Hochzeitsgesellschaft aus Fernost in typischer Landestracht (Inder, Pakistani?) posierte für die Fotografen inmitten des Rosengartens.

Inzwischen war es 15 Uhr und die Führung zur Ausstellung "Tanz um die Banane" begann. Etwa 20 Interessierte beteiligten sich. Warum aber hieß es "Tanz um die Banane"? Getanzt wurde nämlich nicht, es gab lediglich Erklärungen von einem Gärtner des Palmengartens zu einigen der über 800 Exponate aus drei Jahrhunderten. Nach der Begrüßung und einführenden Worten über Herkunft und Anbau der Bananen weltweit gingen alle zuerst in die unerträgliche Hitze des Tropicarums zur Bananenstaude mit den Früchten. Anschließend wurde die Führung im Palmenhaus fortgesetzt und das Probieren der verschiedenen Bananensorten und der daraus hergestellten Leckereien begann.

Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass es eigentlich jetzt Kaffeezeit war. Selina bekam noch schnell ihren Brei und einer nach dem anderen entschloss sich, den Rest der Führung auszulassen und dafür lieber eine Kaffeepause einzulegen. Nach und nach fanden sich alle bei Kaffee und Kuchen im Palmengarten-Restaurant ein.

Zwei Möglichkeiten für die Heimfahrt gab es. Einige der Teilnehmer wollten den frühen Zug nehmen, andere noch durch Frankfurt bummeln. Die Frühfahrer eilten also zum Bahnhof, doch die Zeit war ziemlich knapp. Ob es wohl mit dem frühen Zug geklappt hat? Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sich die Eile nicht gelohnt hatte, sie sahen nur noch die Rücklichter des Zuges. Sie nahmen dann einen Zwischenzug bis Gießen und kamen nicht viel früher als die anderen in Marburg an.

Alles in allem ein schöner Tag. Im nächsten Jahr könnte eine Fahrt zur Hessischen Landesgartenschau nach Bad Wildungen angedacht werden. Wäre auch lohnenswert! (R.B.)

 

Mitglieder

Der Verein hat zur Zeit 63 Mitglieder.

 

 

 

Irene Lellep